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Ein letzter Tanz

Ein letzter Tanz, bevor es ab heute in den coronabedingten „Lockdown“ geht hieß es am Sonntagabend in der Enni Eiswelt in Moers. Der heimische Ex-Landesligist, der als einer der Favoriten auf den Sieg in der Bezirksligagruppe A gilt empfing mit der Zweitvertretung der Wiehler Penguins den anderen Favoriten der Gruppe. Ein echtes Bezirksliga-Topspiel stand also vor den hoffentlich nur 4 Wochen dauernden Coronabeschränkungen auf dem Plan und genau das wurde es auch: umkämpft, spannend und über die volle Distanz. 

 

Nach knapp 5 absolvierten Minuten musste Maximilian Eberlein auf Seiten des GSC Moers die erste Strafe der Partie wegen beinstellens absitzen, doch seine Mannschaftskameraden wussten diese Unterzahl erfolgreich zu managen und so blieb es zunächst beim 0:0.

Der erste Treffer fiel rund 5 Minuten danach, als Nils Pleiß nach einem Zuspiel von Kevin Strom die Wiehler Führung und den Pausenstand nach 20 Minuten markierte. 

Nach viereinhalb Minuten im mittleren Spielabschnitt erhielten die Gäste erneut ein Powerplay, nachdem Joel Stegelmann wegen Chargings in die Box zitiert wurde. Aber auch diese Wiehler Überzahl machte der GSC Moers zunichte. 

Und nicht nur das Unterzahlspiel funktionierte bei den Black Tigers, auch seine erste Überzahl wusste der ehemalige Landesligist für sich zu nutzen. In Minute 38 setzte Stegelmann den zum Teil in Krefeld ausgebildeten Frederic Hannen in Szene und der schob zum 1:1 Ausgleich ein. 

Vorausgegangen war dem Ganzen eine 5 Minuten + Spieldauerstrafe wegen eines Kniechecks von Wiehls Daniel Strauch. 

Mit zunehmender Spieldauer zeigten beide Teams im Schlussdrittel immer wieder Nerven. So ging auch dem zweiten Treffer Hannens und der damit einhergehenden Moerser Führung eine Unterzahl für Wiehl voraus. 

Genau so, nur umgekehrt, wie auf der anderen Seite beim erneuten Ausgleich knapp 3 Minuten danach, als Kevin Strom eine Vorlage von Nils Pleiß verwandelte. 

Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene ging es dann noch einmal richtig heiß her auf dem Eis. In Folge der Auseinandersetzung mussten sich Henrik Hannen und Mike Reichl auf Seiten des Gastgeber, sowie Nils Pleiß und Michael Schäfer für die Gäste den Rest der Partie von der Strafbank aus ansehen. 

2:2 nach 60 Minuten, das bedeutet in der Bezirksliga NRW direkt den Weg ins Shootout. 

Den entscheidenden Treffer in diesem Penaltyschießen erzielte schließlich Jan Bertlingsfür die Black Tigers Moers, nachdem GSC-Keeper Philipp Nicolic bereits zwei Wiehler Penaltys gehalten hatte.

Ein Spiel das Lust auf mehr macht bildet also vorerst den temporären Abschluss des Spielbetriebes.

 

(Eishockey in NRW)

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