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Dortmunder Eisadler mit zwei Gesichtern in Neuss

6:4 besiegten die Dortmunder Eisadler vor heimischen Publikum zuetzt den Neusser EV, der an Freitagabend ohne seinen Vorbereitungstorgarant Jason Popek auskommen musste.

Dortmunds Trainer Waldemar Banaszak setzte im Tor auf den 19jährigen Philipp Weissgerber und gab Sven Rotheuler eine Pause. 

 

Die Partie begann mit einer Dortmunder Mannschaft, die augenscheinlich nicht zum verlieren in die Quirinusstadt gereist war. Vor allem die ersten rund 10 Minuten dominierten die Ruhrgebietler, konnten aber Markus Endress im Tor der Neusser nicht überwinden. 

Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnittes entwickelte sich eine wirklich rasante und abwechslungsreiche Partie auf dem Niveau eine Ligaspiels. Dennoch gab es weder Strafzeiten noch Tore. 

Die erste Strafe des Spiels erwischte Josef Schäfer auf Dortmunder Seite mit der Pausensirene und so mussten die Gäste im zweiten Spielabschnitt gleich in Unterzahl starten. 

Die nutzten die Neusser Löwen dann gnadenlos aus und erzielten nach nur 13 Sekunden im mittleren Drittel die 1:0 Führung. Ausgehend von Maximilian Stein erreichte die Scheibe den Kanadier Jesse Healy, der Marius Hornig Lehrbuchmäßig in Szene setzte. 

Auch als die Eisadler wieder komplett waren bauten die Gastgeber jetzt verstärkt Druck auf und ließen zudem immer mal wieder einen Dortmunder Akteur etwas unglücklich aussehen. So auch beim 2:0 durch Healy, der nach dem Zuspiel von Nikolai Varianov nur noch die Kelle hinhalten musste. 

In dieser Spielphase wirkte das Dortmunder Team beinahe wie ausgetauscht im Vergleich zum ersten Spielabschnitt und es sollte noch schlimmer kommen aus Sicher der Gäste. 

Maximilian Stein stellte mit seinem zweiten Assist das Spielgerät für Jamie Lindt bereit. 3:0. 

Dortmunds Trainer Waldemar Banaszak reagierte jetzt mit einer Auszeit auf die Neusser Fließbandtore. 

Zwar wirkten die Dortmunder danach ein wenig gefestigter, doch so ganz kamen die Gäste im gesamten zweiten Drittel nicht aus ihrer Lethargie heraus. 

Zum Abschluss des Drittels schraubte schließlich Matthias Hornig die Neusser Führung auf 4:0 hoch. Ausgangspunkt des Treffers zum dritten Mal Maximilian Stein, der den Paß auf Jamie Lindt spielte, der für Hornig entsprechend vorbereitete in der 38. Spielminute.

Nach dem letzten Seitentausch wurde es auf dem Eis ein wenig nickeliger, dazu bekam man erneut das Gefühl, eine andere Dortmunder Mannschaft zu sehen, nämlich die aus dem ersten Spielabschnitt. Immer wieder spielten sich jetzt auch die Gäste wieder Chancen heraus, doch die Scheibe wollte Markus Endress einfach nicht passieren. 

Aber auch an seinem Gegenüber Philipp Weissgerber ging die Scheibe nicht noch einmal vorbei und so blieb es bei einem 4:0, entschieden in den ersten 6 Minuten des zweiten Drittels. 

Die Eisadler starten  am nächsten Sonntag gegen Wiehl in die Regionalligasaison. Der ehemalige Landesligaschlager startet um 19 Uhr an der Dortmunder Strobelallee. Dann soll nach 6 Dritteln endlich wieder in blaugelb gejubelt werden, doch da haben die Penguins sicher ein Wort mitzureden. 

Durch den plötzlichen Rückzug des ESV Bergisch Gladbach verschiebt sich der Saisonstart des Neusser EV hingegen um eine Woche. 

 

(Text: Eishockey in NRW / Bild: Neusser EV)

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