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Ruhrpott-Duell der Titelfavoriten bietet Spannung, Spiel und Zündstoff

Es war das Testspiel-Highlight am Freitagabend. Die beiden ehemaligen Oberligisten aus Essen und Duisburg trafen das erste Mal seit ihrem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga Nord aufeinander. 250 Zuschauer waren im Rahmen der Corona-Schutzverordnung am alt ehrwürdigen Essener Westbahnhof zugelassen, zudem boten die Moskitos, wie bereits bei der Vorbereitungspartie gegen Dinslaken ihrem eigenen Stream für nur 5 EURO. 

 

Vom ersten Bully an, den Schiedsrichter Marvin Schrörs freigab kam trotz der coronabedingten Umstände Derbyfeeling, sowohl auf den Rängen, als auch auf dem Eis auf. Natürlich wollten beide Teams dem jeweils anderen den Derbyerfolg in der Vorbereitung nicht schenken und als Marvin Cohut für die Gäste von der Wedau die erste Strafzeit kassierte nutzen die Moskitos gleich ihre Chance in Person von Thomas Richter. Der Defensivroutinier nutzte eine Huebscher-McLeod Vorproduktion zur 1:0 Führung für die Gastgeber in der 8. Spielminute.

Die Duisburger schalteten, angesichts des Rückstandes jetzt einen Gang höher, ließen aber unter anderem ein Powerplay liegen, bzw. wussten die Moskitos dieses zu unterbinden. 

In der 13. Spielminute klingelte es dann aber doch im Kasten von ESC-Schlussmann Marvin Frenzel, als Manuel Neumann zum 1:1 Ausgleich für die Füchse einschoß. 

Kurz darauf hatten die Gäste erneut eine zweiminütige Überzahl durch Essens Thomas Richter, doch abermals klappte das Unterzahlspiel der Moskitos hervorragend. 

Auch nach der ersten Pause blieb es das erwartet enge Spiel auf Augenhöhe der beiden Regionalliga-Titelfavoriten. 

Nach 24 gespielten Minuten verarbeitete der aus Kasachstan stammende Vladimir Vaskovskiy einen Pass von Leonardo Stroh zu einer Vorlage für Marvin Cohut, der die Gäste mit 1:2 in Front brachte. 

Danach, genauer gesagt in der 28. Minute, wurde es etwas kurios, als Stephan Kreuzmann wegen Meckerns, zumindest wurde das hier so wahrgenommen, zum duschen geschickt wurde. Was genau gesagt wurde ist nicht bekannt, aber Marvin Schrörs wird sicherlich seine Gründe für diese doch schwerwiegende Entscheidung gehabt haben. 

Aus der daraus resultierenden 5minütigen Überzahl für die Füchse konnte schließlich Youngster Leonardo Stroh in der 32. Spielminute Kapital schlagen und das 1:3 für den EVD erzielen. 

Dass das Unterzahlspiel auch auf Duisburger Seite jetzt funktionierte bewiesen die Füchse ab der 35. Minute, als Pawel Kuszka wegen Haltens für 2 Minuten in die Box zitiert wurde. Es blieb beim 1:3 nach zwei Dritteln.

Und auch kurz nach Wiederbeginn des Schlussabschnittes mussten die Gäste ihr Können beim Penaltykilling in einer 5 gegen 3 Unterzahl unter beweis stellen. Ei. starker Etienne Renkewitz im Duisburger Tor tat das Übrige hinzu. 

Essen lief jetzt quasi Sturm auf das Gehäuse des routinierten Goalies, doch trotz zwei weiterer Powerplays war der Duisburger Schlussmann kein zweites Mal zu überwinden.

Die Entscheidung fiel dann in der 57. Spielminute, als der englische Nationalspieler und Olympiateilnehmer Robert Lachowicz seinen EVD Einstand mit einem Tor feierte. 

Die Füchse siegen 1:4 in Essen und hinterlassen einen ersten Eindruck beim Dauerkonkurrenten. Doch auch die Moskitos konnten ihrerseits in einem Spiel auf Augenhöhe erste Stiche setzen. 

 

(Eishockey in NRW)

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