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Neusser Energieleistung zieht Kobras den Giftzahn

Die Dinslakener Kobras haben sich zum Ende ihrer Testspielphase ganz bewusst den Neusser EV ausgesucht. Der Grund ist klar: Was kann es für eine bessere Vorbereitung auf‘s erste Pflichtspiel am 06. November geben, als gebau den Gegner dieses Spiels. Man hört immer wieder von Trainern, Spielern und Vereinen, das Ergebnis in einem Testspiel sei nebensächlich. Ob das wirklich jeder so sieht nach der Partie der Kobras am Freitag in Neuss lassen wir mal dahingestellt, denn die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte lief für Ex-Löwen-Goalie Ken Paßmann und seinem neuen Team nicht grad nach Plan. Nicht zuletzt auch wegen den sind in Topform befindenden Jason Popek und Thorben Beeg.

 

Gute drei Minuten dauerte es bis der Kanadier Jason Popek zum ersten Mal die Scheibe hinter Ex-Teammember Passmann platzierte. Die Vorlage lieferte Thorben Beeg nach einem Zuspiel von Marius Hornig. 

Doch die Gäste aus der Schlangengrube meldeten sich nach nur 4 Minuten zurück im Geschehen. Während einer Unterzahl, vorausgegangen war ein Bandencheck von Dinslakens Jerome Baum, versenkte Martin Brabec das Spielgerät zum 1:1 Ausgleich. 

In Minute 12. hätten die Kobras während einer Überzahl das Spiel übernehmen können, jedoch verhinderte das gelungene Neusser Penaltykilling das Dinslakener Powerplay.

Dass das Unterzahlspiel auf Neusser Seite  über Strecken gut funktionierte bis dahin bewies Maximilian Stein in der 32. Minute auf‘s Neue, als er in Unterzahl einen Pass von Jamie Lindt zu erneuten Löwen-Führung einschob.

Offensichtlich unzufrieden über das eigene Spiel checkte Kristof Kelsch den Neusser Marc Sprengnöder in die Bande, der danach minutenlang auf dem Eis liegen blieb, bevor er selbstständig in die Kabine ging. Resultierend daraus hatte Kelsch für den Abend frei. 

Die Strafe folgte in der daraus entstandenen Dinslakener Unterzahl, als erneut Thorben Beeg für Jason Popek auflegte und es somit 3:1 für die Gastgeber stand. 

In der letzten Minute des mittleren Abschnittes nutzten aber auch die Kobras ihrerseits ein erneutes Powerplay. Moritz Hofschen erzielte noch vor der Pausensirene den Anschlusstreffer. 

Ähnlich ging es kurz nach Beginn des Schlussdrittels zunächst weiter. Erneut konnten die Dinslakener Gäste aus einer Überzahl Kapital schlagen, als Hofschen den entscheidenden Pass auf Jerome Baum spielte und der den Ausgleich markierte.

Kanadier Jason Popek aber hatte nach seinen zwei Treffern noch nicht genug und brachte den NEV in der 44. Spielminute erneut nach vorne. 

Das Penaltykilling der Neusser funktionierte nun nicht mehr so wie noch im ersten Teil der Partie und so nutzte Niklas Clusen das dritten Powerplay in 10 Minuten für den dritten Überzahltreffer  auf Dinslakener Seite in 10 Minuten. 4:4 und das Spiel bewegte sich stetig auf die Schlussphase zu. 

Nach knapp 51 Minuten zelebrierte schließlich der zweite Kanadier neben Jason Popek im Neusser Team seinen Einstand. Jesse Healy schon zur wiederholten Führung der Quirinusstädter ein. Vorausgegangen diesmal, wie bereits beim 1:0 durch Jason Popek war eine Co-Produktion von Marius Hornig und Thorben Beeg. 

Die Entscheidung fiel drei Minuten später durch Holger Schrills und dem 6:4 für Neuss.

Der NEV schlägt die favorisierten Kobras aus Dinslaken in einem spannenden Testspiel. Am Sonntag wird sich zeigen, ob das Team um Trainer Sebastian Geissler an der Leistung anknüpfen kann, dann geht es für den NEV zum Rückspiel in die Schlangegrube nach Dinslaken.

 

(Text: Eishockey in NRW / Foto: Neusser EV)

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