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Erwarteter Favoritensieg der Moskitos über die Eisadler

„Derbytime“ am Sonntagabend. 361 Zuschauer waren ins Eissportzentrum Westfalen an der Dortmunder Strobelallee gekommen, um sich das Ruhrpottderby zwischen den Eisadlern Dortmund und den Moskitos Essen live vor Ort anzusehen. 

Vorweg muss man dem Gastgeber, als auch allen Fans, egal ob Heim- oder Gastmannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Die Eisadler waren organisatorisch auf die Anreisenden sehr gut vorbereitet, es gab trotz Hygieneformularen etc. keine hohen Wartezeiten am Einlass, was nicht zuletzt auch dem kürzlich eingeführten Online-Ticket-System zuzuschreiben ist. 

Auch die Fans beider Lager verhielten sich vorbildlich im Rahmen der Hygienemassnahmen und sorgten für eine tolle Atmosphäre. 

Es war also angerichtet und die favorisierten Moskitos erwischten vom Fleck weg einen besseren Start, als ihre Gegenüber. Nachdem Nicolas Bitter nach bereits 16 Sekunden das Eis für 2 Minuten wegen eines unerlaubten Köperangriffes verlassen musste, nutzte der ehemalige Oberligist gleich die Überzahl zur Führung. Marc Zajic überwand EAD Goalie Sven Rotheuler nach nur 30 Sekunden zum 0:1.

Besonders in den Anfangsminuten schnürten die Gäste vom Westbahnhof die Eisadler in ihrem Drittel ein und konnten nach gut 2 Minuten erneut jubeln, als Kanadier Aaron Mcleod zum frühen 0:2 einschob. 

Tatsächlich wirkten die Gastgeber nach diesen beiden Treffer zunächst etwas desillusioniert und kamen nicht so recht aus dem Griff der Stechmücken heraus. Einzig Sven Rotheuler im Kasten der Eisadler verhinderte Schlimmeres. In Minute 8. war es dann aber eine erneute Überzahl der Essener, die zum 0:3 durch Stephan Kreuzmann führte. Vorausgegangen war ein Stockcheck des Dortmunders Felix Berger. 

Nach dem dritten Treffer schien ein kleiner Ruck durch die Dortmunder Mannschaft zu gehen. Die Gastgeber konnten sich jetzt immer wieder befreien und spielten sich ihrerseits ein paar Möglichkeiten heraus, scheiterten aber immer wieder an ESC-Torhüter Marvin Frenzel. Das Spiel wirkte bedeutend ausgeglichener, als in den ersten 10 Spielminuten, Tore fielen aber bis zur ersten Pause keine mehr. 

20 Sekunden nach Wiederbeginn schockte Essens Torjäger Enrico Saccomani die Dortmunder Gastgeber abermals. 0:4. 

Doch die Eisadler knickten jetzt nicht ein, sondern reagierten auf den Ausbau der Essener Führung, indem sie weiter mitspielten. Die Folge daraus war ein durchaus spannendes Mitteldrittel, auch wenn Aaron McLeod mit Treffer Nummer 2 und dem 0:5 für die Moskitos in der 39. Spielminute die die Vorentscheidung endgültig klar machte. 

Ihrer Tradition in dieser Partie treu bleibend erzielte das Team aus Essen auch im Schlussabschnitt einen Treffer innerhalb der ersten 60 Sekunden. Nach einem Zusammenspiel von Scharfenort und Gorski vervollständigte McLeod seinen Dreierpack zum 0:6. 

Trotz des Spielstandes und einem scheinbar zugemauerten Essener Tores mit einem starken Schlussmann bewiesen die Eisadler weiterhin eine tolle Moral und brachen zu keinem Zeitpunkt ein. 

Diese Mentalitätsstärke sollte schließlich zu Beginn der 52. Minute endlich belohnt werden. Dortmunds bisher erfolgreichster Torschütze in der Vorbereitung, Felix Berger, erzielte nach eine Co-Produktion von Jung und Zeitler den Dortmunder Ehrentreffer. Maximilian Jung und Ted Zeitler sollten beide noch eine andere Rolle in der Schlussphase spielen. 

Kurz nach dem Dortmunder Treffer ging es zwischen Marc Zajic auf Moskitos Seite und Maximilian Jung auf Eisadler Seite zur Sache, oder auch nicht! Denn Schiedsrichter Kiefer verhinderte einen handfesten Meinungsaustausch noch vor seinem Beginn, belegte aber beide Akteure mit einer 2+2+Spieldauerstrafe, da sie sich ohne Handschuhe gegenüber standen.

Nach ca. 5 Minuten konnte es endlich weitergehen und die Essener trafen erneut, dieses Mal durch Center Dominik Luft. 

Nur 14 Sekunden danach stellte Julian Stevens  sogar auf 1:8 für Essen. Da noch knapp 8 Minuten Spielzeit auf der Uhr standen, schwebte die Zweistelligkeit nun die Eisadler, doch die stemmten sich unabhängig vom Ergebnis weiter gegen die Moskitos. 

Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene brachte Kerkhoff dem Adler Ted Zeitler das fliegen bei und das vor dem eigenen Tor. Doe Konsequenz war ein Penalty für die Dortmunder, doch an Marvin Frenzel war heute bis auf den Berger-Treffer kein vorbeikommen und so blieb es beim 1:8.

Eine halbe Minute bevor das Spiel endete stellte Stephan Kreuzmann noch auf 1:9 für die Gäste und besorgte damit den Endstand. 

Zwar unterliegen die Dortmunder Eisadler den schlicht zu starken Essenern mit 8 Toren Differenz, doch abgesehen von ihrer Anfangsphase zeigte die Mannschaft von Trainer Waldemar eine mental starke Leistung. 

Am Freitag erwarten die Eisadler dann das Team aus Solingen zum Test, während die Moskitos Essen die Füchse aus Duisburg empfängt.

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