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6x Vorbereitung, 1x Pflichtspiel

Am Wochenende bekommen wir in NRW wieder die volle Dröhnung Eishockey und das das ist einfach nur schön. Bereits das vorangegangen Wochenende hatte schon wieder etwas von Normalität, wenn auch neuer Corona-Normalität. Neben 4 Testspielen bei den Männern startete die Frauen-Landesliga mit dem „Rheinderby“ der Düsseldorf Devils gegen die 1c der Kölner Haie in die Saison. (Siehe Zusammenfassung)

Und auch am anstehenden Wochenende erwarten uns wieder jede Menge Vorbereitungsspiele und ein Pflichtspiel.

 

Troisdorf sucht weiter nach der Form, Wiehl möchte an Samstag anknüpfen

 

Eingeläutet wird das Wochenende durch gleich drei parallel stattfindende Tests ab 20 Uhr. 

Im Troisdorfer Icedome erwartet die heimische Dynamite vom EHC den letztjährigen Landesliga-Vize aus Wiehl. Das Troisdorfe A-Team von Trainer Daniel Walther konnte in seinen letzten beiden Vorbereitungsspielen auf heimischem Eis gegen das DNL-Team der Füchse Duisburg und den Neusser EV noch nicht ganz überzeugen und zeigte einige Schwachstellen auf, an denen Mannschaft und Trainer in der Woche gearbeitet haben. 

Die Wiehler Penguins sind erst am letzten Samstag in die Testspielphase gestartet und zeigten gegen den Neusser EV mit einem 5:4 Sieg in der Overtime bereits eine gute Frühform.

 

Bereits 3 Testspiele bestritt der EHC Troisdorf in dieser Saison, 2 davon im heimischen Icedome. Zwar konnte das Team von Coach Daniel Walther die erste Partie am 30. August gegen das DNL-Team der Füchse Duisburg mit 1:2 für sich entscheiden, doch seitdem sind nunmehr 2 Monate und zwei wenig überzeugende Heimniederlagen ins Land gezogen. Natürlich wird in Testspielen viel probiert und man darf hier den Ergebnissen nicht zu viel Bedeutung zu messen, insbesondere wenn man mit Duisburg und Neuss auf vermeintlich stärkere Gegner gesetzt hat, aber wenn wir ehrlich sind, stärken Siege auch das Selbstbewusstsein und Ergebnisse hin oder her, ist das wie der Niederlage entscheidend. Doch genug der Schwafelei. 

Am Freitag empfängt der EHC nun zum dritten Vorbereitungsheimspiel den letztjährigen Landesliga-Vize aus Wiehl. 

Die Penguins starteten erst am vergangenen Wochenende in die Testspielphase, führen aber gleich einen ersten Erfolg gegen den Neusser EV ein, als man mit 5:4 in der Overtime über Quirinusstädter triumphierte. 

An den EHC Troisdorf haben die Wiehler trotz einer guten Troisdorfer Saison ausschließlich gute Erinnerung. In 3 Spielen bis zum Coronabedingten Abbruch gab es 3 Siege mit 16:6 Tore. 

Offen gesagt, wird die Frage wohl kaum sein, ob die Pinguine in Troisdorf erfolgreich sind, sondern wie. Und das ist wiederum abhängig von der Dynamite selbst.

Neuss reist mit positiver Erinnerung an die Strobelallee

 

Der Wiehler Gegner vom vorangegangen Samstag, der Neusser EV, tritt am Freitagabend ebenfalls wieder an. Dieses Mal gastieren die Quirinusstädter im Eissportzentrum Westfalen an der Dortmunder Strobelallee, wo die Eisadler auf Ihren ersten Testspielsieg hoffen, nachdem man die ersten zwei Tests gegen Dinslaken jeweils in der Overtime mit 5:6 verloren hat. Wenngleich der Aufsteiger in diesen Spielen auch zeigte, dass er mit den alteingesessenen Regionalligisten mithalten kann.

 

Am Freitag um 20 Uhr wird auch an der Dortmunder Strobelallee wieder Eishockey gespielt, wie bereits beim letzten Mal, endlich wieder mit Zuschauern. Jedoch sollten Unentschlossene schnell sein, denn die Ticketnachfrage über die Homepage der Dortmunder Eisadler ist, wie bereits beim Spiel gegen Dinslaken, stark. 

Das verwundert nicht, immerhin steht mit dem Neusser EV zum einen erneut ein attraktiver Gegner auf dem Testspielkalendar, zum anderen zeigten die Bierstädter um Trainer Waldemar Banaszak bereits in den Partien gegen die Kobras Dinslaken, dass sie durchaus mit den routinierteren Regionalligisten mithalten können. Zudem kommt mit den Mannen aus der Quirinusstadt ein Gegner, der ungefähr den gleichen Vorbereitungsstand hat, wie der Gastgeber. 

Die Löwen haben ebenfalls bereits ihre zwei ersten Tests absolviert in der letzten Woche. Während das Geisler-Team den ersten Test beim EHC Troisdorf mit 2:4 gewinnen konnte, verlor man einen Tag später beim ehemaligen Landesliga-Vize in Wiehl. 

Doch davon ab, begegneten sich die beiden Mannschaften bereits am 28. Februar im Eissportzentrum Westfalen im Rahmen der Qualifikationsrunde für die Regionalliga. Die Saison wurde bekannterweise kurz danach ausgesetzt bzw. Coronabedingt beendet. 

Vor acht Monaten entschieden die Neusser Löwen die Partie mit 2:3 für sich, unter anderem durch 2 Treffer von Felix Wolter, der jetzt jedoch für den Ligakonkurrenten aus Ratingen die Schlittschuhe schnürt. 

Alles in allem verspricht die Partie jede Menge Top-Eishockey. Während auf Neusser Seite der Kanadier Jason Popek mit 3 Treffern aus 2 Spielen bereits seine Torlaune zelebrierte, steht ihm auf Dortmunder Seite unter anderem Felix Berger gegenüber, der in den beiden Duellen mit den Dinslaken Kobras ingesamt 5 Punkte, 2 Tore und 3 Assists für sich verzeichnen konnte.

Ausverkauftes Topspiel in der Schlangengrube

 

Das Highlight am Freitagabend, welches im Übrigen bereits restlos ausverkauft ist, dürfte wohl das Vorbereitungsduell der Dinslakener Kobras gegen die Essener Moskitos sein. 

Zwar begegneten sich die beiden Teams auf dem Eis zuletzt praktisch gar nicht, doch die Partie gegen den ehemaligen Oberligisten aus Essen dürfte für die Kobras ein noch bedeutend wichtigerer Gradmesser sein, als die Duelle gegen Dortmund oder zuvor gegen den KEV. Immerhin zählen die Moskitos eindeutig zum Favoritenkreis auf den RegionWest-Titel und die Dinslakener möchten sich gegen ihre ehemaligen Spieler wie Marvin Frenzel sicher keine Blöße geben. Das weiß auch Dinslakens Coach Milan Vanek: „Gegen die Essener muss unsererseits eine ganz andere Leistung her als die zuletzt gezeigte. Die Moskitos mussten zwar ihre Mannschaft umkrempeln, doch genau darin liegt ja auch die Gefahr. Man darf sicher sein, dass Frank Petrozza seine Jungs optimal auf diese Begegnung vorbereitet hat. Sie werden gutes und schnelles Eishockey spielen und sind ganz klar der Favorit. 

Die verbliebenen Oberligaspieler und die Neuverpflichtungen haben allesamt hohes Niveau. Aber wir werden alles versuchen, um mitzuhalten und ich bin guter Dinge, dass dies auch so passiert. Am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt. Ich wünsche mir, dass die Fans ein gutes Spiel zu sehen bekommen. Wir werden auf einige alte Bekannte treffen, worüber ich mich auch sehr freue. So langsam werden wir das rotieren innerhalb der Reihen zurückfahren und sie so zusammenstellen, wie wir auch später in die Saison einsteigen werden. Vorausgesetzt, es sind alle Mann an Bord. 

Ich denke nicht, dass ich meine Jungs gegen Essen großartig motivieren muss; die brennen jetzt schon darauf, es dem großen Favoriten so schwer wie möglich zu machen. Daher bin ich guter Dinge, dass wir ein sehr, sehr gutes Spiel sehen werden“, so Vanek.

 

Schaulaufen ausgeschlossen

 

Wer mit der Fussball-Bundesliga nichts anfangen kann und am Samstag erneut Lust auf Eishockey, der sollte definitiv in Neuss vorbeischauen. Zum Einen feiert der Neusser EV nicht nur seine Saisoneröffnung, sondern auch sein 25jähriges Bestehen. Zum Anderen darf sich geneigte Eishockeyfan in diesem Rahmen gleich auf zwei Spiele freuen. Gegen 15:45 trifft die U20 des NEV auf die Mad Dogs Cologen, einem Amateurteam aus der Rheinland-Hockey-Leauge.

Gegen 18:45 kommt es dann für die bis zu 300 zugelassenen Zuschauer zum Highlight, wenn die Regionalligisten vom NEV mit den Füchsen aus Duisburg die Schläger kreuzen.

Jetzt könnte man böswillig behaupten, dass es eher ein Schaulaufen der Neusser wird, da das Team ja bereits am Abend zuvor in Dortmund auf dem Eis stand. Aber, es ist doch sehr zu bezweifeln, dass Trainer Sebastian Geisler und sein Team sich ausgerechnet beim Jubiläum nicht reinhängen würden.

Zudem kommt mit den Duisburgern ein spielerisch attraktiver Gegner in die Neusser Eissporthalle, der in seinem ersten Test sicherlich umgehend Wettbewerbsniveau verspüren will und versprühen wird. 

2. Liga Nord startet in die Saison 20/21

 

Der Sonntag bietet uns dann auf der einen Seite die Rückspiel der Wiehler Penguins gegen den EHC Troisdorf und das der Moskitos Essen gegen die Dinslaken Kobras. Die Partie aus Essen kann für 5€ auch via professionellem Live-Stream über die Moskitos-Homepage verfolgt werden. 

Zusätzlich startet um 17:30 die 2. Liga Nord, eine der Drei zweithöchsten Frauen-Ligen Deutschlands in ihre neue Spielzeit. Gleich zum Auftakt erwartet die 1b-Auswahl der Kölner Haie die 1b-Mannschaft des EC Bergkamen. 

Insbesondere der KEC zeigt mit seinen vier Frauenteams in allen vier Ligen, von der Bundesliga bis zur Bezirksliga, dass Fraueneishockey weiter auf dem Vormarsch ist und den etablierten Männerligen in nichts nachsteht.

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