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Haben wir das nicht schon gesehen? - Déjàvu-Erlebnis für Dortmund und Dinslaken

Dortmund, 25.09.2020, ca. 22:20. Nach der knappen Overtime-Niederlage im ersten Dortmunder Saisontest vergangenem Freitag bei den Dinslakener Kobras ging es auch bei der Heimpremiere in dieser Saison im Testrückspiel an der Dortmunder Strobelllee erneut in eine Extraschicht und erneut waren es die Regionalliga-Erfahrenenen  Kobras aus Dinslaken, die am Ende den entscheidenden  Treffer erzielten. Einen Treffer, der auch eine Videoaufnahme aus der vergangenen Woche hätte seien können, nur dass es dieses Mal nicht nicht Stefan Dreyer, sondern Martin Brabec war, der den Sieg für die Dinslakener holte. 

Auch ansonsten glich das Spiel in vielen Szenen seinem Vorgänger.

 

 

 

Die Eisadler hinterließen als Aufsteiger wieder einen ordentlichen Eindruck, hatten aber insbesondere im ersten Spielabschnitt wenig Scheibenglück, während die Dinslakener Gäste zunächst durch Stefan Dreyer, dem Siegtorschützen vom letzten Freitag, bereits früh in Führung gingen (1:25). 

In einem offenen ersten Drittel netzte Kobras-Top-Torschützer Martin Benes schließlich nach 9 Minuten zum 0:2 ein. 

Doch die Gastgeber spielten nicht nur mit, sondern versuchten immer wieder ihr eigenes Spiel aufzuziehen. 3 Minuten vor dem Drittelende konnte Maximilian Jung dann die Dortmunder Eisadler wieder auf ein Tor heranbringen und markierte so zugleich den 1:2 Pausenstand.

 

EAD-Coach Waldemar Banaszak schien, angesichts des psychologisch wichtigen Anschlusstreffers, seinen Mannen in der Umkleide die richtigen Worte mit auf dem Weg gegeben zu haben, denn nach dem Seitenwechsel nahmen die Hausherren zunehmend die Partie in die Hand, wenngleich auch die Kobras durchaus Ihre Chancen hatten, doch in diesem Anschnitt schienen nicht nur die Teams, sondern auch das Scheibenglück die Seiten gewechselt zu haben.  Allein zwischen der 31. und 33 . Minuten verbuchten die Gäste 6 Torschüsse für sich.

Doch das nächste Tor fiel auf Seiten der Eisadler, als Patric Schnieder das Spielgerät im kasten der Giftschlangen unterbrachte. 

Nur 2 Minuten brachte Nils Hoffmann die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet zum ersten Mal an diesem Abend in Front und rund eine Minute danach erhöhten die Dortmunder durch Tim Linke die Führung auf zwei Treffer.

Eine Dortmunder 2-Tore-Führung, die gab es doch auch in der letzten Woche beim Hinspiel in Dinslaken, werden sich jetzt einige erinnern. Dort war es jedoch ein 3:5 statt eines 4:2.

18 Sekunden waren noch bis zur zweiten Pause zu absolvieren, Martin Benes mit Treffer Nummer 2 den Kobras-Rückstand auf einen Treffer verkürzte und zum 4:3 Anschluss einnetzte. 

 

Spannend wie im Hinspiel und, das schonmal vorweg, auch ergebnistechnisch wie im Hinspiel ging es im letzten Spielabschnitt weiter.

Dennis Appelhans, der am vergangenen Freitag berufsbedingt passen musste glich für die Gäste aus Dinslaken zunächst zum 4:4 aus, ehe Kevin Peschke nur knappe 2 Minuten danach, zur erneuten Dortmunder Führung einschob. 

Die Uhr lief runter und beide Teams schenkten keinen Meter Eis her und es sah beinahe nach einem Heimsieg im ersten Heimtest für die Eisadler aus, wäre da nicht Stefan Dreyer gewesen. Der Siegtorschütze aus letzten Woche brachte die Dinslakener knapp 2 Minuten vor Ende mit seinem 5:5 wieder ins Spiel und in die Overtime.

 

5:5? Overtime? Dortmund gegen Dinslaken? Spätestens jetzt setze endgültiog ein Dejavu-Erlebnis ein. 

Und das sollte sich noch verstärken, denn es standen die gleichen 3 Akteure auf Seiten des Giftschlangen auf dem Eis, doch dieses Mal hieß der der Siegtorschütze Martin Brabec, der nach nur 25 Sekunden, wie am letzten Freitag, den 5:6 Sieg für die Kobras besorgte. 

 

Kobras Coach Milan Vanek beklagte nach der Partie, das Martin Brabec durch einen Stockstich verletzt worden und sei und das Spiel sehr hart geführt worden sei: "Das Spiel 3 gegen 3 scheint uns zu liegen und dass Martin Brabec das Spiel für uns entschieden hat, freut mich heute besonders. Denn ich muss schon sagen, die Partie war teilweise sehr ruppig von den Hausherren geführt. Insbesondere auf unsere TK – Spieler hatten sie es abgesehen. Dies war zwar ein Vorbereitungsspiel, aber auch ein Freundschaftsspiel. Und da geht man nicht mit dem Gegner auf diese Art und Weise um. Fast alle Spieler müssen am nächsten Tag wieder arbeiten gehen und da gehört sich so etwas nicht. Das ist meine Meinung."

Nimmt man beide Partien zusammen muss man aber als Beobachter einräumen, dass dies alles auf Gegenseitig beruhte, aber:

Das ist meine Meinung.

 

(Text: C. Rausching / Bild: Dinslakener Kobras)

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