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20% der Zuschauer zugelassen - Was bedeutet das für die Clubs in den NRW-Ligen?

Seit Dienstag-Nachmittag wissen wir endlich, die Saison in den Ligen rund um den EHV wird, stand jetzt, mit Zuschauern starten. Im Gegensatz zu den Ligen des DEB, also ab der Oberliga, ist die Zulassung von 20% der Gesamtkapazität der Zuschauerplätze für die Ligen im EHV zumindest zum großen Teil absolut ausreichend mit Blick auf den Zuschauerschnitt des letzten Jahres und zeigt für den einen oder anderen Verein sogar noch Luft nach oben auf.

Natürlich spielen, aufgrund der Ligenneustrukturierung, einige Teams nun eine Spielklasse höher, doch wie eben erwähnt ist in Anbetracht des bisherigen Durchschnitts auch das kein Problem. 

 

Ich mache das einmal zahlentechnisch am Beispiel unserer Regionalliga West fest:

Bis auf die 3 Teams aus Duisburg, Essen und Neuwied liegen alle anderen Regionalligateilnehmer mit Ihrem Zuschauerschnitt weit unter den zugelassenen 20%. Insbesondere für diese 9 Teams zählt einzig und allein die Tatsache, dass Sie wenigstens mit dem Eintrittsgeld rechnen dürfen. Inwieweit letztlich die Auswirkungen im Cateringbereich aufgrund des Alkoholverbotes, speziell beim Bier, spürbar für die Clubs sind wird wohl die Zeit erst zeigen.

Im Bild oben erkennt Ihr, dass 9 der 12 Regionalligisten sich um die Verteilung tatsächlich keine Sorgen machen müssen. Oder etwa doch? Denn es gibt bei uns Hallen, die keine, oder nur sehr wenige Sitzplätze anbieten, was natürlich bedeutet, entweder man rüstet um, wie auch immer so etwas im Amateurbereich funktionieren soll, oder man baut auf die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt. Ähnlich wie an diesem Freitag in Troisdorf. Hier wird es in Absprache mit dem Ordnungsamt Stehplätze geben, die durch entsprechende Markierungen gekennzeichnet sind. Es bleibt sehr zu hoffen, dass die Anwesenden, wieviele es auch werden mögen mit diesem hohen Maß an Eigenverantwortung im Interesse aller umgehen.

 

Doch wie sieht es denn mit den Big-Three aus Duisburg, Essen und Neuwied aus?

Die Essener Moskitos hatten in der letzten Saison einen  Zuschauerschnitt von 1298 Zuschauern pro Spiel, gemessen an der 3850 zur Verfügung stehenden Gesamtkapazität würden aktuell 770 Fans die Halle am Westbahnhof betreten können. Natürlich stellt sich die Frage, ob die Ruhrpottler auch in der Regionalliga an den Oberligaschnitt hätten anknüpfen können, was  vermutlich weniger der Fall gewesen wäre, allein schon aufgrund der weniger Mitreisenden zu Auswärtsspielen nach Essen. Das alles lässt sich genauso auf die Füchse Duisburg übertragen. 

Die Neuwieder Bären hingegen müssen für den Moment mit rund 45% weniger Zuschauern zunächst auskommen. In der letzten Regionalligaspielzeit kamen 760 Zuschauer im Schnitt, rein dürfen nun erst einmal nur noch 420. Doch selbst das ist laut der Rheinland-Pfälzischen Regelung wohl nicht möglich, denn die besagt:

Grundsätzlich sind Zuschauer entsprechend der Regelungen zu Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich (§ 2 Abs. 2 und 3 der 11. CoBeLVO) und den dazu veröffentlichten Hygienekonzepten zulässig (Innenbereich: 250 Personen; Außenbereich 500 Personen).

Bei der maximal zulässigen Anzahl von Zuschauern sind die am Wettkampfbetrieb beteiligten Personen (Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, u.a.) nicht einzubeziehen, vorausgesetzt, dass der Mindestabstand zwischen Zuschauern und den am Wettkampfbetrieb beteiligten Personen dauerhaft gewahrt wird.
Beim Sport in geschlossenen Räumen sind hinsichtlich der Personenbegrenzung nach § 1 Abs. 7 der 11. CoBeLVO jedoch alle anwesenden Personen zu berücksichtigen.

Heißt: Im schlechtesten Fall dürfen in Neuwied nur maximal 250 Personen inklusive Akteure etc. in die Halle. Es bleibt zu hoffen, dass die örtlichen Behörden hier eine Ausnahme zusammen mit dem Verein schaffen können. 

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