· 

NSK und NEV möchten den Südpark fit für die Zukunft machen

Seit stolzen 47 Jahren beheimatet die Eissporthalle im Neusser Südpark Eishockeyspieler, Eiskunstläufer und Schlittschuhläufer, die während der Publikums-Laufzeiten ihre Runden drehen. Auch wenn die Kommunen seit vielen Jahren jeden Euro zweimal umdrehen müssen, waren Stadt und Eishallenbetreiber stets bemüht, notwendige Reparaturen und Sanierungen in der Eissporthalle zügig durchzuführen. Am gestrigen Montag luden die Eissport treibenden Vereine Neusser Schlittschuh-Klub (NSK) und Neusser EV (NEV) zu einer gemeinsamen Pressekonferenz, um über aktuelle Planungen und mögliche Optionen für die Zukunft zu informieren. Gäste waren Vertreter der Presse, der Politik und weiterer Vereine, die in Reuschenberg beheimatet sind.

 

Anbau könnte Kabinenproblem lösen

 

Ziel ist es, die altehrwürdige Eissporthalle nach heutigen Anforderungen zu ertüchtigen und zu modernisieren. Die als Konsequenz aus der COVID 19-Problematik notwendig gewordenen Maßnahmen haben insbesondere auf die Unterbringung in den Kabinen erhebliche Folgen. Doch bereits zuvor stellte sich die Kabinensituation zunehmend problematisch dar. Die engagierte und erfolgreiche Nachwuchsarbeit beider Vereine hatte eine zunehmende Zahl Eissport treibender Kinder und Jugendlicher zur Folge. Diese an sich erfreuliche Tendenz war vor fast 50 Jahren nicht absehbar, stellt die Verantwortlichen heutzutage aber vor große Herausforderungen. Zuletzt tummelten sich teilweise bis zu 40 Kinder in den einzelnen Kabinen, auch die Trennung von Jungen und Mädchen gestaltete sich angesichts der begrenzten Anzahl an Duschen schwierig.

Die vorgestellten Pläne der Eissport treibenden Vereine sehen eine Erweiterung der bestehenden Eissporthalle um zusätzliche Umkleidekabinen und Sanitärräume vor, die sich nach dem Entwurf des Architekturbüros HDR (Düsseldorf) optisch und räumlich in die bestehende Architektur integrieren könnten. So hätte man selbst für jährlich stattfindende sportliche Großveranstaltungen wie Nachwuchs-Eishockey-Turniere oder die „NRW-Trophy for synchronized Skating“, welche zum Teil über 200 Sportler aus dem In- und Ausland nach Neuss locken, eine zukunftsfähige Lösung. Nebenbei ließe sich das Konzept ideal in das mittelfristig angedachte „Vereins- und Sportzentrum Südpark“ integrieren.

 

Zweiter Bauabschnitt würde weiteren Vereinen nutzen

 

Die Pläne des Architekturbüros umfassen auch einen zweiten Bauabschnitt im vorderen Bereich der Eissporthalle („Schlittschuhläufer-Eingang“). Mit einem Aufsatz könnten dort Räumlichkeiten für eine multifunktionale und barrierefreie Nutzung geschaffen werden, die auch anderen Vereinen zugute käme. Denkbar ist eine flexible Gestaltung von Gymnastik- und Krafträumen, aber auch die Nutzung für Tanz- und Fitnessangebote sowie für Mitgliederversammlungen und Lehrgänge. Dieser zweite Bauabschnitt würde die bestehende Eissporthalle noch einmal erheblich aufwerten, zumal hier gleichzeitig eine Heimat für die Reuschenberger Schützen und Heimatfreunde geschaffen werden könnte.

Positive Signale

Bei den anwesenden Vertretern der Eissporthallen-Betreibergesellschaft NBE (Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH) und der großen politischen Parteien stießen die Vorschläge erfreulicherweise auf offene Ohren. So stellte Rolf Knipprath, Mitglied des Aufsichtsrats der NBE, in Aussicht, sich bezüglich der Lösung der Kabinenproblematik kurzfristig mit NSK und NEV an einen Tisch zu setzen. Weitere politische Vertreter äußerten Verständnis für die aktuelle Situation und sicherten den Vereinen ihre wohlwollende Unterstützung zu. Fazit: Stadt, Politik und Vereine ziehen in Neuss weiterhin an einem Strang, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Nutzung der Eissporthalle zu ermöglichen.

 

 

(Text: Neusser EV)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0