· 

Statements zur Ligatagung am 09.05.2020

Wie wir ja bereits berichteten fand am vergangenen Samstag eine Videokonferenz zwischen des EHV zwischen den Regionalligisten, eingeladenen Vereinen, wie den Dortmunder Eisadlern und Oberliga Nord Vertretern.

Auch den ersten Blick fielen die Statements in gewisser unterschiedlich, aber gleich aus. Während manche Vereine die Situation faktisch darstellen, appellieren Andere an den Rest. Wir haben uns mal die bisherigen Statements angesehen und angehört und eine kleine Zusammenfassung für Euch erstellt.

 

So erklärt der Landesligameister aus Dortmund in seiner Mitteilung, dass es zwar in Summe eine intensiven Meinungsaustausch der Parteien gab, aber letztlich auch, von der Situation rund um das COVID-19 Virus einmal abgesehen, erneut die teils sehr unterschiedlichen Voraussetzung der jeweiligen Standorte deutliich wurde. 

 

Die Ratinger Ice Aliens stellen wiederum in Ihrer Meldung nüchtern fest, dass ein konkretes Ergebnis ausblieb und es durch das Corona Virus aktuell unmöglich sei, festzulegen, welche Teams in welcher Liga und welcher Konstellation antreten können.

 

Etwas konkreter ging der EHC Neuwied auf die Sitzung ein und teilte ein paar Inhalte mit. So wurden zumindest einige Ideen besprochen, wie eine Regionalliga mit 10 oder 11 Teams, oder auch der Idee einer Neuauflage der Oberliga West bis hin  zur Aussetzung des Spielbetriebes um die Zukunft der Standorte nicht unnötig zu gefährden.

„Wir werden die gesamte Situation weiter kritisch beobachten und natürlich unser Bestes tun, um im Bedarfsfall agieren zu können. Momentan können wir keine definitive Entscheidung für unser Deichstadthockey treffen. Die vielen Unwägbarkeiten wie die wirtschaftliche Lage, politische Entscheidungen zum Beispiel bezüglich Zuschauerbegrenzungen und Spielabsagen, die zudem gegebenenfalls länderabhängig unterschiedlich sein können, und mögliche Rückschläge durch weitere Corona-Wellen lassen dies leider nicht zu. Zum jetzigen Zeitpunkt eine definitive Entscheidung zu treffen, sehen wir genauso wie andere Vereine auch als Harakiri an", so Uli Günster, Vorsitzender der Bären.

 

Der Herforder EV macht mit sehr klaren Worten deutlich: "Am Grundproblem, dass es einfach zu wenig Teams für eine attraktive Regionalliga gibt, hat sich - naturgemäß - nichts geändert. Hier ist eher ein weiterer Rückgang zu befürchten. Den Verband hierfür verantwortlich zu machen, zeugt aus unserer Sicht von wenig Sachverstand."

 

Dinslakens Chefcoach Milan Vanek stand am Samstag zum Interview auf der Vereinseigenen Facebookseite bereit. Der 43jährige fand in seiner Bekannten Art eigene Worte, wie er sich einen weiteren Verlauf vorstellt. Eingangs kommentierte Vanek das geschehen rund um die Ligensituation im EHV wie folgt: "Ich hoffe, dass die Verbände sich bald einigen, wir haben ja jetzt mittlerweile Mitte Mai bald." Kurze Zeit später lieferte der Kobras-Coach auch konkrete Ideen: „Ich könnte mir vorstellen, dass einfach die Vereine von der Landesliga dazustoßen, wie ja mal angedacht war. Dass die sagen, OK, wir unterstützen die Regionalliga und dass die anderen vereine, die natürlich jetzt auch so stark präsent waren, wie Limburg, Neuwied und so, sich dann sagen, ok für uns lohnt sich das ja auch. Dann würden die Fahrten ja nicht so weit sein. Ich würde mir eine größere Liga wünschen, 10 / 11 Mannschaften um einen vernünftigen, strukturierten Plan zu haben, als dass man wieder mit 7 Mannschaften eine Doppelrunde spielt, finde ich nicht so interessant. Ich könnte mir eine Verzahnungsrunde mit dem Norden vorstellen, da gibt es auch eine Liga.“

Auch auf die Frage nach einer weiteren Kooperation mit der BeNeLeauge bezog Vanek eine klare Position: "Ich denke, da stoße ich auf viele Gegner, ich würde es mir wünschen. Ein internationaler Cup, vielleicht nicht in der Konstellation wie letztes Jahr, dass man tabellarisch spielt, sondern dass man auslost und im KO-System spielt.“

 

Die EG Diez-Limburg richtet ihre Worte an die anderen Teilnehmer und an den Verband und drängt auf eine baldige Planung als Ziel und betont, dass man als Verein alle Möglichkeiten prüfe: "Wie wir hatten sicherlich auch die anderen Vereine gehofft, dass wir gemeinsam danach einen Schritt weiter wären als wir es tatsächlich sind. Faktisch aber stehen wir noch immer am Anfang einer Ligenplanung, von der wir nicht wissen, in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Wir haben ein klares Bekenntnis abgegeben zu einer starken Regionalliga, die - so der Wunsch aller - auch in der Breite wieder an Teams gewinnt. Wir prüfen als Verein aber weiterhin alle Möglichkeiten, die sich uns bieten - das ist unsere Verpflichtung den Fans, Sponsoren und Spielern gegenüber. 

Unser Appell ist daher eindeutig: Lasst uns gemeinsam Lösungen für alle Vereine finden und nicht weiter Zeit verstreichen, weil wir uns hinter der Fragestellung "verstecken", was denn im Oktober oder November wegen Corona überhaupt möglich ist. Wir brauchen ein klares Ziel und eine klare Planung! Ansonsten verlieren wir wertvolle Zeit! Dass wir unseren Plan im Oktober oder November dann an die aktuelle Corona-Lage anpassen müssen, ist doch selbstverständlich. Aber es hilft uns nicht, einfach nichts zu tun, weil es ja Corona gibt. So riskieren wir die Zukunft unserer Liga und auch der Vereine!"

 

Wir denken, dass, auch wenn die Situation selbst ohne das COVID-19 Virus bereits kritisch war, jetzt kein Schnellschuss erfolgen sollte. Ein  überlegtes Konzept, wie man eine breite und abwechslungsreiche Liga gestalten kann sollte man sich aber dennoch gemeinschaftlich überlegen, damit man nicht plötzlich innerhalb weniger Wochen eine Saison auf die Beine stellen muss von der am Ende wieder niemand so recht profitiert. Aber auch Überaktionismus ist unserer Meinung nach fehl am Platze mit Blick auf die Situation. Hier ist vor allem ein  engmaschiger Austausch aller beteiligten Vereine etc. gefragt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0