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Aufstiegsfünfer nun ein flotter Dreier

Die Saison in der Eishockey Bezirksliga NRW biegt auf die Schlussgerade ein und so kurz vor dem Saisonende trennt sich nun die Spreu vom Weizen.

Nachdem Wiehl, Herne und Lippstadt jeweils drei Punkte am Sonntag holen konnten ist die Gruppe der zwei möglichen Aufsteiger in die Landesliga von fünf auf drei geschrumpft. 

Weder die TSVE Bielefeld noch der ESC Rheine können rechnerisch noch Platz 2 der Tabelle erreichen. Somit spielen die 1b der Penguins aus Wiehl (38 Punkte, 16 Spiele), die 1b des Herner EV (36 Punkte, 15 Spiele) und der ESC Kristall Lippstadt (32 Punkte, 15 Spiele) die Aufsteiger untereinander aus, wobei Wiehl und Herne noch einmal direkt aufeinandertreffen. 

 

Lippstadt springt durch Wlodyka-Dreierpack auf Platz 3.

 

Die Partie des ESC Kristall Lippstadt gegen den ESC Rheine war eines der wohl wichtigsten Spiel an diesem Sonntag. Klar war, sollte der ESC Kristall drei Punkte einstreichen würde Rheine keine Chance mehr haben sich an die Aufstiegsplätze heranzuschleichen. 

Mit diesem Wissen im Hinterkopf übernahmen die IceCats zu Beginn das Spiel auf fremden Eis und gingen in der 6. Spielminute durch Paavo van Benthem mit 0:1 in Führung. Fünf Minuten drauf konnte Arne Aßmuth in Folge einer Lippstädter Unterzahl auf 0:2 erhöhen. 

Die Hausherren kämpften sich vor 112 Zuschauern im Eisschuppen jedoch schnell zurück in die Partie und konnten durch Jiri Wlodyka in Minute 13 auf 1:2 aufschließen. 

Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnittes konnten die Gastgeber jedoch zwei Powerplays nicht nutzen und so blieb es bis zur ersten Pause beim 1:2.

Nach nur 2 Minuten im zweiten Drittel brachte Oleg Schiling den ESC Kristall mit seinem 2:2 Ausgleich endgültig zurück ins Spiel und übernahm nach einem zweiten Schiling-Treffer in der 28. Minute kurzzeitig die Führung.

Kurzzeitig deshalb, weil Mikhail Berezhnoi in der 32. Spielminute zum letzten Mal für Rheine ausglich. Die Antwort folgte jedoch auf dem Fuße, so dass Lippstadt nur 40 Sekunden später abermals die Führung übernahm. Torschütze diesmal: Andreas Martens.

Es blieb bis zur zweiten Pausensirene auch beim 4:3 Zwischenstand.

Nach dem zum letzten Mal die Seiten getauscht wurden leitete Alexander Spirer nach 43 gespielten Sekunden im letzten Drittel die Vorentscheidung ein, als dieser auf 5:3 erhöhte. 

Trotz großen Bemühungen der IceCats wollte die Scheibe aber einfach nicht noch einmal an Lippstadts Goalie Sören Werth vorbei. Dafür schnürte Jiri Wlodyka in Minute 53 und 54 seinen Dreierpack und besorgte so den 7:3 Endstand für den ESC Kristall Lippstadt.

 

Dynamite 1b muss sich am Ende dem eigenen Penaltykilling geschlagen geben gegen Dinslakens Zweitvertretung.

 

Nach einem Torverhältnis von 8 zu 38 Toren aus den letzten drei Partien lieferte die 1b Mannschaft des EHC Troisdorf am Sonntag auf eigenem Eis einen starken Kampf gegen die Kobras aus Dinslaken ab, Zwar stand am Ende eine knappe 7:8 Niederlage für die Dynamite, dennoch haben die Rheinländer gezeigt, dass sie sich trotz der roten Laterne nicht hängen lassen würden zum Saisonendspurt. Und es wäre durchaus sogar mehr drin gewesen, hätte man sich am Ende nicht selbst geschlagen, als man drei Unterzahltreffer hinnehmen musste. 

In den ersten 5 Spielminuten legten die Kontrahenten einen Turbostart hin. erst bracht Benjamin Spazier die Dinslakener Gäste in der 2. Minute in Führung, dann traf Dustin Schneider nur eine gute Minuten später zum Ausgleich für Troisdorf und 2 Minute später, in der 5. Spielminute besorgte Nils Cleven die erneute Gästeführung. 

5 Minuten danach schraubte Simon Landmesser die Führung der Kobras auf 1:3 (10.), ehe Fabian Klein in Minute 15 den 2:3 Pausenstand besorgte.

Mit 5 Treffern im ersten Spielabschnitt versprach auch diese Begegnung schwer torreich zu werden, und so war es dann auch. Die Zuschauer im Troisdorfer Icedome durften  in Summe sogar zweimal mehr im zweiten Spielabschnitt jubeln als noch im ersten, allen voran die Gastgeber. Doch erst stellte Lias Töbel den 2-Tore-Vorsprung für die Dinslakener direkt nach dem ersten Seitenwechsel wieder her (21.).

Es hatte jetzt wieder eine einseitige Partie mit klarem Sieger werden können, doch die Dynamite 1b wollte vieles besser machen als in den Spielen zuvor und war bemüht den Kobras ihr Spiel aufzuzwingen. Und tatsächlich blieben die Troisdorfer bemühungen nicht ohne Lohn und plötzlich ging es ganz schnell. Daniel Fegus konnte in Minute 26 aus einer Überzahl des EHC Kapital schlagen und den 3:4 Anschlusstreffer erzielen. 26 Sekunden später glich Fabian Klein mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für die Hausherren aus, damit Timo Kirsten eine gute Minute danach zur Führung einschießen konnte. Aber es lief noch besser für den EHC Troisdorf, als Dustin Schneider, ebenfalls mit seinem zweiten Treffer die Führung nach 30 gespielten Minuten auf 6:4 ausbaute. 

Die Kobras liefen nun ihrerseits zwei Toren hinterher und wollten diesen Umstand schnellstmöglich ändern. Der Anschluss in der 35. Minute durch Christian Schmitz war da ein guter Anfang, doch auch Troisdorf erspielte sich immer wieder Möglichkeiten, die schließlich ihren Höhepunkt im dritten Treffer von Fabian Klein fanden. Mit 7:5 ging man ein letztes Mal in die Kabinen.

Eigentlich hätte der EHC Troisdorf das Heft im Schlussdrittel in die Hand nehmen können und den Sack zu machen können, denn Dinslaken holte sich immer wieder Strafzeiten ab, doch anders als vermutet, stellten sich die Unterzahlspiele als Segen für die Kobras heraus. Die drehten ihrerseits die Partie nämlich noch einmal durch Tore von Christian Schmitz (49., 55.) und Nils Cleven (50.) zun 8:7 Endstand. Kurios: Alle drei Treffer fielen in Unterzahl für die Kobras.

 

Hernes 1b Team lässt auch am Tivoli keinen Wiederaufstiegszweifel aufkommen.

 

In einem überaus fairen Spiel hat am Sonntag die Zweitvertretung des Herner EV ihren achten Sieg in Serie in der Eishockey Bezirksliga NRW eingefahren und sich zugleich für die 3:4 Hinspielniederlage bei den Aachener Grizzlies revanchiert. Beim 3:7 Auswärtserfolg am Aachener Tivoli ließen die Ruhrgebietler nichts anbrennen, allen voran Luca Schöpf. Der 19jährige war an insgesamt fünf der sieben Treffer beteiligt, davon dreimal selbst als Torschütze.

Das Spiel selbst begann zunächst etwas Verhalten, was auch positiverweise aber auch zur Folge hatte, dass die Schiedsrichter Konstantin Marks und Philipp Münnix keine einzige Strafzeit aussprechen mussten. 

Maik Poster besorgte in der 11. Spielminute nach einem Zuspiel von Tom Goldmann, der die Scheibe von Nick Cassebaum übernommen hatte nicht nur die 0:1 Führung für den Herner Eissportverein, sondern auch bereits den Pausenstand nach 20 Minuten. 

Direkt nach dem ersten Pausentee übernahmen die Gäste aus Herne das Spiel und erzielten im Verlauf des Mitteldrittels vier Treffer durch Luca Schöpf (23., 35.), Tim Happe (26.) und Nick Cassebaum (30.), was der Vorentscheidung des Spiels gleichkam. 

Luca Schöpf zum Dritten (45.) und Ben Cassebaum zum Ersten (49.) drehten das Ergebnis im Schlussdrittel zunächst auf 0:7 hoch. Zwar gelangen dem AEC in der letzten Spielminute noch 3 Treffer durch Felix Franke, Markus Mizael Moser und Thomas Harward, doch um mehr als Ergebniskosmetik handelte es sich nicht. 

Herne hat nun bei noch drei ausstehenden Partien 4 Punkte Vorsprung vor Verfolger Lippstadt und 2 Punkte Rückstand auf die Wiehl Penguins, die aber ein Spiel mehr auf dem Tableau haben.

 

Bergkamener Grizzlys Chancenlos gegen dezimierte Wiehler Zweitvertretung.

 

Nachdem abgesagten Spiel vom Samstag gegen die TSVE Bielefeld reiste die 1b der Wiehler Penguins am Sonntag mit lediglich neun Feldspielern und einem Goalie zum ESV Bergkamen. Der schmale Kader sollte aber am Ende keinerlei Auswirkungen auf das Spiel der der Pinguine haben, am Ende ging man trotzdem mit einem 3:14 Kantersieg vom Eis. 

Wiehl war von ersten Bully an überlegen, benötigte aber ein wenig Zeit zum warm werden, doch dann begann die Bezirksligatormaschine aus Wiehl wieder einmal in Rollen zu kommen. 

Den Anfang machte machte Kevin Strom nach einem Zuspiel von Kevin Barden in der 8. Spielminute. Sandro Kosche erhöhte dann zunächst in der 11. Minute auf 0:2, in Minute 19 auf 0:3. 

10 Sekunden vor Drittelende konnte die Grizzlys durch Wayne Simmonds dann aber noch auf 1:3 aufschließen, bevor es zum ersten Mal in die Kabinen ging. 

Nach dem Wiederbeginn schraubten Leon Pfälzer (25.) und Philipp Weimer (28.) das Ergebnis zwischenzeitig auf 1:5 hoch. 

In Minute 29 wurde insgesamt dreimal gejubelt als Alexander Kauer und Lasse Lodweg erst das 2:5 und 3:5 erzielten und Kevin Barden anschließend auf 3:6 stellte. 

Der TuS Wiehl ließ jetzt nichts mehr anbrennen und so sorgten Kevin Strom (31.) und Philipp Weimer (40.) für den 3:8 Pausenstand nach 40 Minuten. 

Der Schlussabschnitt war schießlich nur noch Formsache für die Gäste, doch anstatt zu verwalten drehten die Penguins noch einmal richtig auf. Kevin Barden (45., 50., 58.) und Leon Pfälzer (53., 57.) stellten mit fünf Treffern den 3:14 Endstand her. Damit verteidigt Wiehl die Tabellenführung in der Eishockey Bezirksliga NRW.

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Günther Wollf - Wollf-Sportpress)
(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Günther Wollf - Wollf-Sportpress)

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