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Neuss und Dortmund siegen

Vierfacher Bleyer macht im Schlussdrittel alles klar für Neuss.

 

Am Ende war der Regionalligist aus Neuss dem ESV Bergisch Gladbach in Effektivität und Abgeklärtheit klar überlegen. 40 Minuten agierten die RealStars um Coach Andreas Lupzig das Tempo der Quirinusstädter mit, mussten sich aber im letzten Spielabschnitt, auch dank eines torhungrigen Maximal Bleyer, doch eindeutig mit 4:9 geschlagen geben.

Bereits nach 49 gespielten Sekunden schlug es das erste Mal im Kasten der Gastgeber ein, Timothy Tanke nutzte ein Zuspiel von Stefan Traut, der den Puck von Felix Wolter erhalten hatte zur schnellen Neusser Führung.

Die RealStars zeigten sich gänzlich unbeeindruckt von der Gästeführung und so boten die nächsten Minuten jede Menge Abwechslung für die Zuschauer. Zunächst konnten die Hausherren nach vier Minuten Ausgleich erzielen. Stefan Traut brachte die Quirinusstädter jedoch in Minute 7 abermals in Front, ehe Peter Zirnow den zweiten Ausgleich für den ESV in der 8. Minute erzielen konnte. Timon Busse sorgte schließlich mit seinem 2:3 in der 19. Spielminute erst einmal für eine „längere“ Führung zu Gunsten des NEV.

Die hielt bis zur 19 Minute, bis Sebastian Schmitz (19.) und Luca Hellingrath (20.) mit einem Doppelschlag in Überzahl das Ergebnis drehten und den Pausenstand von 4:3 herstellten.

Der zweite Abschnitt war nicht so Torreich wie Drittel Nummer Eins, aber mindestens genauso spannend und wechselhaft. Nikolai Varianov sorgte in der 29. Spielminute für den Neusser Ausgleich, ehe Stefan Traut mit Treffer Nummer 2 an diesem Abend den Regionalligisten wieder in Führung schoß. 

Das Schlussdrittel begann mit dem vierten Assist von Felix Wolter und dem ersten Tor von Maximilian Bleyer an diesem Abend. Es sollte nicht Bleyers letzter Treffer bleiben, im Gegenteil, es sollten noch drei Weitere folgen. 

Während das vorentscheidende 4:7 in Minute 53 fiel, folgte kurz vor Schluss in Minute 59 ein Doppelschlag Bleyers. 

Der Neusser EV holt damit den dritten Dreier und ist auf dem besten Weg den Klassenerhalt zu sichern.

 

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Fotos: Icehockey Fever)

 

Dortmund schlägt Wiehl vor toller Kulisse und macht Riesenschritt in Richtung sportlichen Aufstieg.

 

Einem Spitzenspiel angemessen, fanden 558 Zuschauer am Freitagabend den Weg zur Dortmunder Strobelallee und sorgten dafür, dass die heimischen Eisadler beinahe den eigenen Saisonrekord egalisiert hätten. Nur beim Hauptrundenspiel gegen die 1b der Moskitos Essen waren es 21 Zuschauer mehr. Unter den anwesenden Zuschauern waren dieses Mal zwei Besondere dabei, denn Maskottchen Emma und Markenbotschafter Patrick Owomoyela vom großen Fussballnachbarn Borussia Dortmund waren zu Besuch bei den Eisadlern. Ein tolles Zeichen des Zusammenhaltes des Sports an der Dortmunder Strobelallee. 

Gleich von Beginn an herrschte keine Zurückhaltung im sportlichen Sinne. Die Gastgeber gaben Gas und zwangen den ersatzgeschwächten Penguins im ersten Drittel immer wieder ihr Spiel auf. Doch Tore blieben aus. Trotz einiger Riesenmöglichkeiten wollte das Spielgerät nicht über die Linie der Wiehler Gäste, was nicht nur dem Scheibenpech, sondern auch einer wirklich ansprechenden Goalie-Leistung geschuldet war und so blieb es 20 Minuten beim 0:0. 

Mit Wiederbeginn rächte sich die Chancenausbeute der Dortmunder, als erst Philipp Büermann (24.) und kurz darauf Patrick Beste (26.), Letzteres passierte in Folge einer Überzahl, die Penguins mit 0:2 in Front schossen. Es sollten zugleich die einzigen Treffer der Gäste bleiben, denn Dortmund reagierte mit der mittlerweile bekannten „Jetzt-erst-recht-Reaktion“. Innerhalb von 53 Sekunden stellten Maximilian Jung (36.) und Christian Gose (37.) die Partie wieder auf Null, ehe Nils Hoffmann (37.) in Unterzahl die Eisadler in Führung brachte.

Beflügelt vom Spiel und dem lautstarken Publikum nutzte EAD-Kapitän Malte Bergstermann in Minute 45 eine Überzahl der Dortmunder und schoss zum 4:2 ein. 

Die Penguins versuchten die Partie noch einmal zu übernehmen, scheiterten mit ihren Möglichkeiten jedoch immer wieder an Dortmunds Goalie Sven Rotheuler. In der Konsequenz opferte Wiehl Coach Wolfgang Göbel seinen Goalie zu Gunsten eines Feldspielers, doch die Eisadler gelangen in Person von Felix Berger in Scheibenbesitz und dieser schob entsprechend zum 5:2 Endstand ein.

Die Eisadler machen damit ein riesigen Schritt in Richtung sportlichen Aufstieg.

 

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Fotos: Christian Schulze - Dortmunder Sportfotografie)

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Kommentare: 2
  • #1

    Dennis (Sonntag, 08 März 2020 00:22)

    Wie viele steigen denn auf?
    Nur der 1.? Dann wäre es in dem Fall doch Neuss, welche die Klasse halten würden oder?

  • #2

    Chris (Sonntag, 08 März 2020 00:34)

    Eigentlich die ersten 2! Bei der momentanen Ligensituation bleibt aber noch abzuwarten, ob es überhaupt jemand macht bzw. wie es im Seniorenbereich des EHV weitergeht!