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Matchpuck für Neuwied, Rockets wollen nächsten Heimsieg

Rockets erwarten volles Haus im Halbfinale.

 

Die packende Halbfinal-Serie zwischen der EG Diez-Limburg und den Eisbären Hamm geht in die nächste Runde: Die Rockets wollen mit einem Heimsieg am Diezer Heckenweg in der Best-of-Five-Serie wieder in Führung gehen. die Gäste reisen hingegen mit mindestens vier Fanbussen an. Die Partie am Freitagabend beginnt um 20.30 Uhr, Spiel vier der Serie steigt dann am Sonntag in Hamm (18.30 Uhr). Auch die Raketen werden hierfür wieder einen Fanbus einsetzen.

Acht Duelle gab es in dieser Saison bereits zwischen den Rockets und den Eisbären. Sechs Mal ging die EGDL in Vorrunde, Pre-Playoffs und im Halbfinale bereits als Sieger vom Eis. Doch dann kam der vergangene Sonntag - und der entfachte in Hamm eine große Euphorie. Der Verein bot den Fans nach dem 4:1- Sieg gegen die Raketen kostenfreie Fanbusse an, vier an der Zahl waren bis Mittwochabend voll. Eine Woche, nachdem die Eisbären mit kaum 20 Fans in Diez waren, kehren sie nun mit rund 200 Fans zurück. Die Gäste wittern ihre Chance, wollen den Vorrundenmeister aus den Playoffs kicken und dafür mit den Fans im Rücken schon am Freitag in der Ferne die Grundlage legen. Selbstbewusst spricht man in Hamm schon vom „Heimspiel in Diez“.

Meanwhile in Diez: Ein tiefenentspannter Frank Petrozza ordnet die jüngsten Ergebnisse ein: „In Hamm hat uns der Biss gefehlt. Da haben wir zu wenig investiert. Wir brauchen mehr Kampf und die Bereitschaft, die Laufduelle und die Zweikämpfe zu gewinnen.“ Ob das denn kein Alarmsignal sei, wird der Trainer gefragt, in einer so wichtigen Saisonphase. „Nein, warum? Ich kenne mein Team und mache mir keinerlei Sorgen. Wir hatten in einem Spiel, in dem wir schwach waren und der Gegner stark, nach 40 Minuten beim Stand von 1:1 noch alle Möglichkeiten. Am Ende haben wir die Quittung bekommen, weil wir nicht bei 100 Prozent waren. Sowas passiert im Sport und in den Playoffs. Aber deshalb zweifele ich zu null Prozent an dem, was wir können.“

Ebenso entspannt schaut der Trainer auch nach vorne. In der Serie steht es 1:1, beide Teams benötigen noch zwei Siege für den Finaleinzug. „Hey, wenn wir über fünf Spiele gehen, dann gehen wir halt über fünf Spiele. Das macht mir keine Sorgen. Ich weiß, was die Jungs können. Wenn wir unser Ding machen und in unser Spiel finden, dann schlägt uns keiner. Wir haben es in der Hand, die Serie für uns zu entscheiden. Wir werden am Freitag eine Antwort geben auf die Niederlage in Hamm.“

Die Niederlage bei den Eisbären war erst die vierte in bisher 36 Saisonspielen - das unterstreicht die Worte des Trainers eindrucksvoll. Dass die Raketen nach einem schwachen Spiel schnell wieder in die Spur finden, haben sie im gesamten Saisonverlauf unter Beweis gestellt. „Niederlagen waren für uns immer ein Weckruf“, sagt Petrozza. Jüngstes Beispiel: In den Pre-Playoffs verlor die EGDL am zweiten Spieltag in Neuwied - und fuhr danach acht Siege in Serie ein.

Personell wird der Trainer am Wochenende erneut aus dem Vollen schöpfen können. Alle Spieler sind einsatzbereit und brennen auf das Heimspiel am Heckenweg. „Wir brauchen am Freitag unsere Fans“, sagt der Trainer. „Jeder Sportler liebt es, vor einer Kulisse zu spielen, in der beide Fanlager laut ihre Mannschaft anfeuern. Das wird uns zusätzlich motivieren. Und auch für die Fans sind es doch gerade solche Spiele, die unseren Sport so besonders machen.“

(Pressemitteilung EG Diez-Limburg / Foto: Nicole Baas)
(Pressemitteilung EG Diez-Limburg / Foto: Nicole Baas)

Ice Dragons wollen die Wende.

 

Augen zu und durch – wenn für den Herforder Eishockey Verein im Freitagsspiel beim EHC Neuwied das erste Bully erfolgt, heißt es für die Mannschaft um Kapitän Fabian Staudt, alles an Tugenden, die ein PlayOff-Spiel erfordert, abzurufen. Nach den beiden Niederlagen am vergangenen Wochenende geht es für den HEV darum, das Aus im Halbfinale mit einem Sieg im Icehouse Neuwied abzuwenden.

Besonders bei der 1:5-Heimniederlage am Sonntagwaren die Ice Dragons viel zu brav und fanden überhaupt nicht in die Partie hinein. Neuwied hingegen zeigte 60 Minuten lang eine hohe Einsatzbereitschaft und lief immer wieder der Scheibe trotz deutlicher Führung hinterher. Herford wird den Kampf annehmen müssen, will man in Neuwied bestehen. Mindestens 60 Minuten wird man nicht einen Millimeter Eis herschenken dürfen, wird man jeder noch so unmöglichen erscheinenden Scheibe hinterherlaufen müssen, wird sich in jeden Schuss des Gegners hineinwerfen müssen und immer dem Gegner körperlich Paroli bieten wollen. Wille – etwas, was die Fans besonders im letzten Heimspiel vermisst hatten und dadurch geschockt und fast stumm dem Geschehen auf dem Eis folgten.

Die Ausgangslage für den HEV ist klar. Sollte das Team von Chefcoach Jeff Job die Begegnung in Neuwied verlieren, ist die Mission Titelverteidigung, der Kampf um den dritten Titel und das damit verbundene Aufstiegsrecht zur Oberliga, die gesamte Saison beendet. Nur ein Sieg in Neuwied würde bedeuten, dass Herford weiterhin um das Finalticket mitspielen darf. Sollte ein solcher Sieg gelingen – und nur dann – käme es am Sonntag um 18.00 Uhr in heimischer Halle zum 4. Halbfinalspiel mit dem EHC Neuwied und somit zur Chance, die PlayOff-Serie auszugleichen, um ein fünftes und entscheidendes Spiel am Dienstag, dann wieder in Neuwied, zu erzwingen.

Zu verlieren hat der HEV in dieser Serie nichts mehr und somit kann die Devise nur lauten: Augen zu und durch und komplett auf Sieg spielen. Die Begegnung im Icehouse Neuwied beginnt um 20.00 Uhr. Sollte der HEV in Neuwied gewinnen, folgt Begegnung Nummer 4 am Sonntag im Herforder Eisstadion „Im Kleinen Felde“ um 18.00 Uhr, wobei die Tageskassen um 17.00 Uhr öffnen würden.

 

(Pressemitteilung Herforder EV)

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