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Lipptstadt erlebt Worst-Case-Wochenende, Wiehler 1b wieder Tabellenführer, Fünfkampf spitzt sich zu

Wieder einmal gab es am vergangenen Wochenende die volle Portion Eishockey. Während am Freitag und am Samstag nur ein Spiel jeweils mit Wiehler Beteiligung stattfand, durfte man sich am Sonntag über gleich drei Partien in der niedrigsten Spielklasse NRWs freuen. Insgesamt gab es das eine oder andere Richtungsweisende Ergebnis. Während ein Team eine Art „Worst-Case-Szenario“ erlebte nutzen andere Mannschaften die Chance in der Tabelle zu klettern. 

 

Penguins 1b mit Kraftakt und Ausrufezeichen.

 

Den Anfang machte am Freitagabend die Zweitvertretung der Wiehler Penguins bei der 1b der Hammer Eisbären. Mit Blick auf die Tabelle Pflichtaufgabe für die Pinguine, doch die sollte sich, auch durch die geringe Personaldecke, die Wiehler reisten nur mit 9+1 an, als echter Kraftakt für den amtierenden Bezirksligameister entpuppen.

Der Hammer Underdog führte bis 15 Minuten vor Ende der Partie durch Treffer von Cedric Rosier (1.), Joaquin Grabbe (26.) und Christoph Feske (37.) mit 3:1 auf heimischen Eis. Den bis dahin einzigen Wiehler Treffer konnte Sandro Kosche in Minute 25 erzielen. 

Durch einen Doppelschlag innerhalb einer Minute von Justin Pfälzer (46.) und Steven Quint (47.) meldete sich der TuS Wiehl aber noch einmal zurück und konnte dank Sandro Kosche das Penaltyschießen nach 60 Minuten doch noch für sich entscheiden.

 

Ganz anders lief es für die Wiehler 1b am Samstagmorgen, nur rund 12 Stunden später, im Nachholspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Lippstadt. Der ESC war zwar seit 8 Spielen ungeschlagen, entschied bereits das Hinspiel für sich und hat mit Jiri Wlodyka den Top-Scorer der Liga in seinen Reihen, doch davon ließ sich die, nun Personell etwas breiter besetzte, Wiehler Mannschaft nicht beeindrucken. Die entschied das Spiel nämlich innerhalb der ersten 20 Minuten. Während es unter anderem durch Tore von Kevin Strom und Jori Wlodyka rund 10 Minuten recht spannend zuging, zogen die Hausherren das Tempo nach gut 10 Minuten richtig an und überranten den ESC Kristall förmlich. An Ende des Drittels stand es 8:3 für Wiehl, die mit ihren 5 Punkten an diesem Wochenende die Tabellenführung der Bezirksliga wieder übernommen habe. „Mehr“ Tore waren den Zuschauern in den verbleibenden 40 Minuten nicht vergönnt.

 

Herner 1b sorgt für Lippstädter „Worst-Case“.

 

Der ESC Kristall Lippstadt musste die Niederlage in Wiehl schnell abstreifen, denn am Sonntagabend hatte die Mannschaft von Trainer Wjatscheslaw Semskow mit dem Herner EV den nächsten direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg zu Gast. 

Doch obwohl das Heimteam einen starken Start aufs Eis legte und nach gut 2 Minuten mit 2:1 führte nahmen die Herner das Zepter frühzeitig mehr und mehr in die Hand. Der Ausgleich für die Zweitvertretung vom Gysenberg durch Ben Cassebaum war der Beginn eines Spielverlaufes, der für den ESC Kristall nicht ungünstiger hätte sein können.

Am Ende des ersten Drittels ging es bereits mit 2:5 in die Kabinen und als es zum zweiten Pausentee dröhnte war das Spiel beim Stand von 2:8 für Herne bereit entschieden. Am Ende trennten sich der HEV, der mun Tabellenzweiter mit einem Spiel weniger und zwei Punkten Rückstand ist, und der ESC mit 3:9. Für Lippstadt bedeuten diese zwei Niederlagen gegen die direkten Mitbewerber vorerst einen Fall auf Platz 4 der Bezirksligatabelle.

 

Kobras 1b festigt Platz 6 mit Kantersieg.

 

In der zweiten Begegnung am Sonntag empfingen die Grizzlys Bergkamen das 1b-Team der Dinslakener Kobras. Tabellarisch gesehen ein Spiel ohne große Auswirkungen. unabhängig vom Ergebnis. Für Bergkamen ging es einerseits darum mit einem Sieg, oder einem Punktgewinn den Abstand zur roten Laterne zu vergrößern und aufzuschließen an Platz 6, wo sich die Kobras befinden. Die wollten ihrerseits ihre „Tabellenführung“ in der zweiten Tabellenhälfte behaupten und das gelang ziemlich eindeutig. 

Doch wer dachte, nach der 0:4-Führung für Dinslaken aus dem ersten Drittel wäre das Spiel bereits entschieden gewesen, der wirde vom ESV Bergkamen einmal mehr eines besseren belehrt. Innerhalb von knapp 10 Minuten spielten sich die Grizzlys im zweiten Abschnitt unter anderem durch einen Treffer von Lasse Lodweg wieder auf 3:4 heran. Am Ende des zweiten Spielabschnittes stand es dennoch 3:7 für die Gäste aus Dinslaken. Pierre Klein,

Marius Bedei und Nils Cleven besorgten die Vorentscheidung zu Gunsten der Giftschlangen.

Und auch im letzten Spielabschnitt schraubten die Gäste weiter an ihrem Torverhältnis, so dass es zwischenzeitig 3:10 für die Kobras stand. Nach 60 Minuten trennten sich die beiden Teams mit 5:11 und die Kobras festigten Platz 6.

 

Bielefeld feiert Kantersieg gegen Troisdorf.

 

Ebenfalls 11 Tore erzielte die Mannschaft vom TSVE Bielefeld in ihrem Heimspiel gegen die Zweitvertretung der Troisdorfer Dynamite. Nach einem recht entspannten ersten Drittel trennte man sich zunächst mit 1:1. 

Nach den Seitenwechsel nahm die Partie dann jedoch richtig Fahrt auf, sowohl was die Tore betrifft, als auch durch eine teils sehr harte Bielefelder Spielweise. In der Konsequenz wurde Philip Joswig beispielsweise nach einem harten Bandencheck nach einer halben Stunde vorzeitig zum Duschen geschickt. Kurz zuvor hatte Joswig noch das zwischenzeitige 4:1 für die Hausherren erzielt. 

Bereits nach 40 Minuten war das Spiel vorentschieden, als es mit einer Bielefelder 6:2 Führung zum zweiten Mal in die Kabinen ging.

Das Schlussdrittel gehörte ebenfalls voll un ganz dem TSVE Bielefeld in dessen Verlauf Andreas Alexander, Dennis Rjasanow, David Freimann, Jonas Pohler und Rafael Böer schließlich für den 11:2 Endstand sorgten.

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Markus Kellen - Icehockey Fever)
(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Markus Kellen - Icehockey Fever)

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