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Ratingens Kampf wird nicht belohnt, Herford siegt im Powerplay und ein Derbysieg, der Platz entscheidet

Kämpfende Ratinger müssen sich nach ordentlichen 50 Minuten in Hamm geschlagen geben.

 

Eigentlich ging es für Ratingen und Hamm quasi um nichts mehr in dieser Partie. Zwar hatte Ratingen vor dem Spiel rechnerisch noch eine Chance auf die PlayOffs, doch die war durch das schlechte Torverhältnis dermaßen gering, dass die Wahrscheinlichkeit gegen 0 ging. Dennoch wollte sich das Team um Trainer Andrej Fuchs, der erst vor kurzem seine Zusage für die neue Saison an der Ratinger Bande gegeben hatte, noch einmal entsprechend gut verkaufen und klar stellen, dass man nicht nur ein Punktelieferant in der Regionalliga West ist. Und das taten die Rheinländer mit Bravour.

Erneut hatte Trainer Fuchs seinen Kader mit Spielern aus der Ratinger U20, die eine starke Saison grad spielt, aufgestockt. So standen Nico Nußbaum und Maximilian Stein erneut im Ratinger Aufgebot. Zudem feierte Florian Evertz sein Seniorendebut. 

Nach einer Art abtasten im ersten Spielabschnitt waren es die Hammer Hausherren, die durch Thomas Lichnovsky in der 15. Minute in Führung gingen, doch die Ice Aliens verschwendeten keine Zeit und glichen im direkten Gegenzug nur 16 Sekunden nach der Hammer Führung durch Tobias Brazda aus. Bis auf ein Powerplay, aus welchem die Ratinger aber keinen Profit schlagen konnnten, passierte nicht mehr viel im ersten Spielabschnitt und so ging es mit einem 1:1 zum ersten Pausentee.

Mit Beginn des Mitteldrittels waren dann die Ice Aliens zunächst voll da, überstanden gleich zum Start eine Unterzahl und gingen durch einen Doppelschlag von Dmitrii Metelkov (28.) und Thomas Dreischer (29.) mit 1:3 in Führung.

Trotz insgesamt 4 Powerplays für die Eisbären, kassierten die Ice Aliens in Abschnitt 2 keinen einzigen Gegentreffer in Unterzahl. Hamm traf aber dennoch in der 31. durch Marvin Cohut zum zwischenzeitigen 2:3, Alexander Brinkmann stellte jedoch in Minute 35 den 2-Tore-Vorsprung für die Gäste wieder her. 

Zum Ende des zweiten Drittels mussten sich Ratinger schließlich aber der individuellen Klasse der Hammer Eisbären beugen, als Kevin Orendorz (39.) und Michal Spacek (40.) noch vor dem letzten Seitenwechsel zum 4:4 Ausgleich trafen.

Das Unentschieden hatte schließlich bis zur 52. Minute bestand. Igor Furda erzielte den ersten Überzahltreffer des Spiels und zugleich die Führung für die Gastgeber. 

Die Heimfans unter den 540 Zuschauern waren jetzt ebenso wir ihr Team wieder voll da und die Eisbären ließen sich nicht lange zur Entscheidung bitten. Erneut war es ein Doppelschlag, der das Spiel in der 56. Minute zu Gunsten der Hammer entschied. Marvin Cohut und Kevin Orendorz versenkten die Scheibe jeweils im Kasten der Gäste, so dass der Treffer zum 7:5 durch Ben Busch in Minute 58 nicht mehr ausreichte das Ruder noch einmal herumzureißen für die Ratinger Ice Aliens.

 

Kobras geben Spiel in Herford durch zuviele Undiszipliniertheiten nach 40 Minuten aus der Hand.

 

Auch im vorletzten Spiel der Eishockey Regionalliga West Zwischenrunde bleiben die Dinslakener

Kobras ohne Sieg und verlieren beim Herforder EV am Ende mit 6:3, obwohl am Freitagabend sicherlich mehr drin gewesen wäre für die Niederrheiner. Zuviele Strafen ließen die individuell stärkeren Ice Dragons immer wieder zurückkommen.

Eigentlich begann das Spiel für die Dinslakener nach Maß. Sven Schiefner brachte das Team von Milan Vanek nach nur 3 Minuten zum ersten Mal in Führung vor rund 950 Zuschauern im Herforder „kleinen Felde“. Der Ausgleich nur eine Minute später war bereits die Folge der ersten Strafe für die Kobras und fiel, wie insgesamt 3 der 6 Gegentore an diesem Abend in Unterzahl.

Doch die Gäste spielten mehr als nur gut mit und konnten ihrerseits immer woeder gefährlich vor dem Tor von HEV-Goalie Kieren Vogel auftauchen.

In der 16. Minute belohnte Pascal Behlau den Dinslakener Bemühungen mit dem 1:2 Führungstreffer. Es sollte aber zunächst noch besser für die Niederrheiner laufen, als Sven Schiefner in Unterzahl nur 42 Sekunden vor der ersten Pausensirene sogar das 1:3 erzielte und somit für einen komfortablen Pausenstand zu Gunsten der Kobras sorgte.

Das gute 20 Minuten gegen den amtierenden Regionalliga West Meister aus Herford vermutlich kaum ausreichen dürften war auch dem Team von Milan Vanek bewusst und die Führung hielt bis kurz vor Ende des Mitteldrittels, doch 17 Sekunden vor der zweiten Pause war es abermals eine Unterzahl, dieses aber ein 5 gegen 3, die für den Anschlusstreffer durch Guillaume Naud sorgte. Man ging aber immerhin mit dem 2:3 in die Pause, führte also weiterhin.

Nach 45 Minuten war die Führung aber endgültig dahin, als Kevin Rempel den Dinslakener Goalie Lucas Eckardt zum dritten Mal überwinden konnte und so den Ausgleich für Herford erzielte.

Jan Linnenbrügger sorgte schließlich drei Minuten später für die erste Herforder Führung in diesem Spiel, abermals in einem Powerplay.

Jetzt spielten die Gastgeber ihr Spiel und schraubten das Ergebnis durch einen Doppelschlag von Jan Linnenbrügger (54.) und Nils Bohle (55.) hoch auf den 6:3 Endstand für den Titelverteidiger.

 

Derbysieg entscheidet Platz 1 der PreplayOffs.

 

Knapp 900 Zuschauer hatten erneut in den Weg in die Diezer Eissporthalle gefunden und die sahen ein ein Derby zwischen der EG Diez-Limburg und dem EHC Neuwied, das für alle Zuschauer etwas bot: Eine Aufholjagd, Spannung bis zuletzt und zwei Teams, die sich keinen Meter schenken wollten.

Und das zeigte sich direkt im ersten Spielabschnitt. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten blieben die Kästen der beiden Kontrahenten wie zugenagelt. In der 17. Minute brach dann Kevin Lavallee den „Fluch“ und erzielte das 1:0 für die Gastgeber und damit auch den Pausenstand nach den ersten 20 Minuten.

Im mittleren Drittel erwischten die heimischen Rockets dann einen Blitzstart, als RJ Reed zum 2:0 für den Hauptrundensieger einschob. 

Reed war es auch, der nach Vorlage von Dominik Luft Kapital aus einer Überzahl in der 30. Minuten schlagen konnte und die Führung auf 3:0 ausbaute. Ein eigentlich mehr als komfortabler Vorsprung in einem Derby, der aber innerhalb von 3 Minuten wieder dahin schmelzen sollte, denn die Neuwieder Bären waren natürlich keineswegs schon geschlagen und kamen durch die Treffer von Kevin Wilson (34.) und Tobias Etzel (37.) zurück. In der Folge hieß 3:2 zur zweiten Pause für die EGDL.

Nachdem Konstantin Firsanov wegen eines verbotenem Checks für die Rockets in der Box platz nehmen musste, nutzte Jeffrey Smith die Überzahl für den EHC zum 3:3 Ausgleich und setzte das Spiel endgültig zurück auf 0.

Der entscheidende und letzte Treffer fiel verhältnismäßig früh, nämlich in der 45. Spielminute, als Dominik Luft für Andre Bruch vorbereitete und der den Puck im Netz von Justin Schrörs platzierte.

Damit hat die EG Diez-Limburg nun 3 Punkte Vorsprung auf Platz 2, auf Neuwied und ist aufgrund des Torverhältnisses so gut wie uneinholbar in letzten Spiel gegen den Herforder EV.

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Jürgen Feyerabend - Herforder EV)
(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Jürgen Feyerabend - Herforder EV)

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