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Herne und Rheine machen’s zweistellig

Herner 1b dreht nach 35 Minuten auf und erobert Platz 2.

 

Obwohl die Zweitvertretung der Hammer Eisbären die 1b des Herner EV bereits im Hinspiel niederringen konnte hatte vorab niemand damit gerechnet, dass sich dies wiederholen würde. Gut 35 Minuten konnte man am Herner Gysenberg jedoch erneut eine enge und umkämpfte Partie sehen, in der man sich nicht auf einen Sieger hätte festlegen wollen. Am Ende aber wurde das Team aus Herne seiner Favoritenrolle doch gerecht und ging mit einem eindeutigen Ergebnis vom Eis.

Es brauchte nicht viel Zeit in diesem Spiel um Fahrt aufzunehmen. Insgesamt standen nach dem ersten Drittel 29 Schüsse auf das gegnerische Tor zu Buche, aufgeteilt in 17:12 für die Herner Gastgeber. Die Ausbeute ließ aber in diesem ersten Abschnitt eher zu wünschen übrig. Lediglich zwei Treffer gab es zu bejubeln für die Zuschauer. Den Anfang machte Julian Humke in der 12 Minute für den HEV, ehe Felix Hainke in der 16. Minute den Ausgleich für Hamm erzielte.

Umgehend nach dem ersten Seitenwechsel der Partie sorgten Andree Boinski (22.) und Dominic Schmidt (23.) mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute für eine komfortable Führung von 3:1 für den Herner EV. 

Es war ein hitziger zweiter Spielabschnitt in dessen Verlauf Maurizio Castiglione auf Seiten des HEV und Sebastian Sprenger für die Eisbären in der 26. Spielminute wegen übertriebener Härte und einer kleinen Showeinlage vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden.

Nachdem sich die Gemüter wieder abgekühlt hatten wurde es trotz einer Torschussverhältnisses von 21:8 für Herne im zweiten Drittel wieder spannend, als erst Bastian Heidloff (32.) zum Anschluss und kurz darauf Christoph Feske (35.) zum Ausgleich für die Eisbären trafen. Es sollte aber gleichzeitig die letzten Tore der Gäste bleiben, denn plötzlich ging es ganz schnell. Justin Rednoß (36.), Ben Cassebaum (36., 40.) und Tim Happe (38.) sorgten für die 7:3 Vorentscheidung für Herne nach 40 Minuten.

Der Schlussabschnitt begann, wie der Letzte aufgehört hat. Mit einem Doppelschlag schraubten Justin Rednoß und Tom Gold mann den Spielstand in der 41. Minute auf 9:3 hoch. Ein weiterer Doppelschlag par excellence. 

Und es sollte noch ein weiterer Doppelschlag folgen, und zwar kurz vor Ende der Partie in der 59. Minute. Ben Cassebaum und Dominic Schmidt brauchten lediglich 24 Sekunden um für den 11:3 Endstand für den Herner EV zu sorgen.

Die Herner 1b springt also nach einer weiteren überzeugenden Vorstellung vorläufig auf Platz 2 der Eishockey Bezirksliga NRW.

 

Kobras 1b dreht 0:3 in 4 Minuten und verliert am Ende zweistellig.

 

Der ESC Rheine fährt den neunten Saisonsieg im dreizehnte Spiel ein und bleibt vorerst weiter an den Top 4 dran. Obwohl die IceCats im ersten Spielabschnitt eine zwischenzeitige 0:3 Führung innerhalb von 4 Minuten verspielten, ließen die Gäste letztlich keinen Zweifel aufkommen und schlugen die Dinslakener Zweitvertretung mit 5:10.

Bereits in der 5. Spielminute nutzen die IceCats in Person von Sami Chehade ihr erstes Powerplay zu 0:1 Führung. 

Im Gegensatz zu den Gästen aus Rheine ließen die Dinslakener Hausherren ihrerseits eine Überzahl ungenutzt.

In Spielminute 10 folgte dann ein Doppelschlag des ESC durch Michael Sotor und Leonard Lämmchen. Beim Stand von 0:3 nach 10 Minuten dachte man wohl auf Seiten der IceCats, das Spiel wäre bereits durch ubd der Sieg eingetütet und man ließ die Kobras plötzlich gewähren, die diese Einladung dankend annahmen. Innerhalb von gut 4 Minuten drehte sich das Ergebnis komplett. Plötzlich lagen die Gastgeber durch einen Dreierpack von Christian Schmitz (15., 18., 19.) und einem Treffer von Nils Cleven (17.) zur ersten Pause mit 4:3 in Front.

Angestachelt von der eigenen Leichtfertigkeit liefen die Gäste nach dem Seitentausch gegen den Rückstand an, und das mit Erfolg, und ein wenig Hilfe der Dinslakener Spieler Maximilian Piekorz und Philipp Hoth, die durch ihre Strafzeiten zwei Überzahlen für Rheine ermöglichten, die zur 5:4 Führung für die Gäste durch Maximilian Pietschmann (29.) und Mikhail Berezhnoi (31.) führten.

Nach dem Ausgleich der Kobras durch Pierre Klein in Minute 32 drehten die IceCats richtig auf, überrannten den Gegner förmlich und sorgten durch die Tore von Maximilian Pietschmann (33., 38.), Michael Sotor (34.) und Marc Wollner (40.) für die 5:9 Vorentscheidung.

In Schlussdrittel war dann erwartungsgemäß die Luft auf beiden Seiten etwas raus, wenn auch die Hausherren immer mal wieder versuchten gegen die drohende Niederlage anzurennen. Letztlich hielt die ESC-Defensive aber stand und so setzte Maximilian Pietschmann mit seinem vierten Treffer in diesem Spiel den Schlusspunkt in der 57. Minute.

(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Markus Kellen - Icehockey Fever)
(Text: Chris Rausching - Eishockey in NRW / Foto: Markus Kellen - Icehockey Fever)

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