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Dinslaken nicht effektiv genug

Analog zum Spiel am Freitag legten auch am Sonntag die Hausherren los wie die Feuerwehr und Kobras-Goalie Marvin Frenzel musste bereits nach 48 Sekunden den Puck erstmalig aus dem Dinslakener Netz fischen. Kevin Thau hatte den Dinslakener Schnapper mit einem Schuss in den rechten oberen Winkel bezwungen. Die Eisbären versuchten, umgehend nachzulegen, doch die Dinslakener Defensive wurde jetzt stabiler und man wagte sich langsam aber sicher auch mal über die gegnerische blaue Linie. Dennoch wäre es vermessen zu sagen, dass das 1:1 durch Sören Hauptig zwangsläufig daraus folgen musste; die Dinslakener Neuverpflichtung fälschte einen von Moritz Hofschen abgegebenen Schlagschuss von der blauen Linie gekonnt und unhaltbar für Hamms Torhüter Marius Dräger zum 1:1 Ausgleich ab. Da waren gut 4 Minuten gespielt.

Die Dinslakener kamen jetzt immer besser in die Partie, doch kurz nach eigener erfolgloser Überzahl zeigten die Hausherren den Giftschlangen, wie man es macht. Torschütze Milan Svarc zeigte den Zuschauern beim 2:1 mit seinem Powerplay-Treffer, wie wichtig er für seine Mannschaft ist (12.). Im weiteren Verlauf hatten die Dinslakener zwar einige Chancen durch Dennis Appelhans und Philipp Heffler, doch im einen Fall fehlte das nötige Scheibenglück, als diese sich immer wieder aufstellte und einen gezielten Schuss nicht zuließ, im anderen Fall war Marius Dräger bereits geschlagen, doch der Puck konnte nicht mehr gezielt abgesetzt werden, sodass er am Tor vorbei zischte. Natürlich hatten auch die Hausherren noch ihre Möglichkeiten, doch wie eingangs erwähnt, stand die Dinslakener Verteidigung deutlich besser als 2 Tage zuvor. Somit hätte sich keiner der Eisbären beschweren können, wenn mindestens der Ausgleich schon im ersten Abschnitt gefallen wäre.

In den ersten 5 Minuten des Mittelabschnitts bestimmten die Hausherren das Geschehen, doch die Kobras konnten gefährliche Schüsse immer wieder vereiteln.
Pascal Behlau zeichnete in der 26. Spielminute für den Ausgleich verantwortlich. Es war ein etwas kurioses Tor. Behlau konnte einen nicht all zu festen Schuss Richtung Dräger absetzen, ein Eisbären-Verteidiger versuchte diesen Schuss zu stoppen, doch die Scheibe stellte sich hoch und kullerte nicht nur über seinen Schläger, sondern auch über die Torlinie. Spielstand 2:2. 

Im folgenden Verlauf führte eine Dinslakener Unterzahlsituation zum 3:2 Führungstreffer der Eisbären. In dieser Situation hatte Sören Hauptig im eigenen Verteidigungsdrittel seinem Gegenspieler den Puck stibitzt, lief alleine aufs Hammer Tor zu, scheiterte jedoch an Marius Dräger. Besser machte es erneut Milan Svarc, der in der gleichen Überzahl Marvin Frenzel in der 28. Spielminute mit einem Schuss „durch die Hosenträger“ überwand. Im Anschluss wurde die Partie deutlich hektischer und ruppiger. Einige Akteure sagten auch ihrem Gegenüber körperlich mal die Meinung, sodass sich die Strafbänke füllten. Das Resultat war eine einfache Überzahl für die Giftschlangen. Die Dinslakener waren natürlich darauf aus, diese Überzahl in einen Treffer umzumünzen, doch Marvin Frenzel, der zuvor der Fels in der Brandung war, unterlief ein folgenschweres Missgeschick. Als er, nach einem Hammer Befreiungsschlag, den Puck wieder schnell zurückspielen und einen eigenen Mitspieler anpassen wollte, kam der Dinslakener Schnapper ein paar Meter aus seinem Kasten heraus, traf die schwarze Hartgummischeibe aber nicht richtig, sodass Kevin Thau dazwischen sprinten konnte und ihm das leere Gehäuse offenstand. Natürlich hatte der Hammer Stürmer in der 37. Minute wenig Mühe, das 4:2 zu erzielen.

Das 4:3 der Kobras fiel, als in der 39. Spielminute Sören Hauptig einen Schuss auf gas gegnerische Gehäuse absetzte, ein Verteidiger der Eisbären die Hartgummischeibe zwar blocken konnte, diese aber im Anschluss genau auf den Schläger von Pascal Behlau fiel, der die Lücke erspähte und zum 4:3-Anschluss einnetzen konnte.

Die Kobras bemühten sich im letzten Abschnitt und wurden immer offensiver, doch mit Glück und Geschick verteidigten die Westfalen ihren 1-Tor-Vorsprung bis zum Schlusspfiff. 

Thomas Esser, dem sportlichen Leiter der Kobras, wird dieses Spiel wohl noch länger in Erinnerung bleiben: Kurz vor Ende der Partie erwischte ihn, neben der Mannschaftsbank der Kobras stehend, ein Schläger einer Spielertraube, die in seiner Nähe um Puckbesitz kämpfte. Esser musste mit klaffender Augenbraue und zugeschwollenem blauen Auge in einem Hammer Krankenhaus genäht werden. Er ist aber inzwischen wieder zuhause und es geht ihm den Umständen entsprechend gut, wie es so schön heißt.

 

 

 

1:0 Kevin Thau (1.), 1:1 Sören Hauptig (5.), 2:1 Milan Svarc (13.), 2:2 Pascal Behlau (26.), 3:2 Milan Svarc (28.), 4:2 Kevin Thau (37.), 4:3 Pascal Behlau (39.)

(Text und Foto: Pressemitteilung Dinslakener Kobras)
(Text und Foto: Pressemitteilung Dinslakener Kobras)

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