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Ratingen tankt Selbstbewusstsein mit Heimsieg gegen Neuwied

Natürlich hätten sie gerne gewonnen. Das versteht sich von selbst. Aber zwei Spieltage vor dem Ende einer Hauptrunde, nach der ohnehin der Punktestand wieder auf null gedreht wird, ist einem der Gedanke an die so wichtigen Pre-Play-offs, die am 24. Januar beginnen, aus naheliegenden Gründen wichtiger als auf Teufel komm raus eine Regionalliga-Partie um die „Goldene Ananas“ in Ratingen für sich zu entscheiden. Vor allem, wenn es in dieser Partie vom Stil her rustikaler zugeht, und man hier und da die Luft anhalten muss, dass alle Spieler unbeschadet das Eis verlassen. Für Leos Sulak, Trainer des EHC „Die Bären“ 2016, war nach zwei Dritteln jedenfalls Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Er schonte seine Kontingentspieler Jeff Smith und Sam Aulie in den letzten 20 Minuten, um das Risiko von etwaigen Verletzungen zu auszuschließen. „Leider hat der Schiedsrichter es verpasst, die Spieler, vor allem Sam und Jeff, die Ratingen offenbar aus dem Spiel befördern wollte, rechtzeitig zu schützen – das haben wir dann übereinstimmend selbst getan“, schilderte EHC-Manager Carsten Billigmann. Neuwied verlor am Sandbach mit 2:3, konnte das auf der Heimreise aber einigermaßen schnell abhaken. „Zum Glück haben wir keine weiteren Verletzte davongetragen. Das ist das Wichtigste des Abends“, so Billigmann. Ein Spieler wird im Derby am Sonntag bei der EG Diez-Limburg trotzdem fehlen: Daniel Pering handelte sich in einer Auseinandersetzung im zweiten Drittel eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein.

Neuwied fand im ersten Drittel nicht den Knopf, um die Maschinerie ins Rollen zu bringen. „Wir haben den Anfang verschlafen“, sagte Trainer Sulak. Tim Brazda (13.) und Dennis Fischbuch (15.) brachten die Ice Aliens deshalb auch verdient in Führung. Ab dem Mittelabschnitt legten die Bären dann zu und verzeichneten ein klares Chancenplus. Jeff Smith schaffte schnell den Anschlusstreffer (23.), und im weiteren Verlauf lag der Ausgleich in der Luft. Nachdem die Brazda-Zwillinge dann etwas mit Sam Aulie und Jeff Smith angezettelt hatten, kam der EHC-Fokus kurz vom Wesentlichen ab und Marco Clemens stellte den alten Abstand wieder her (40.). Auch ohne Smith und Aulie hinterließ Neuwied im Schlussdrittel einen ordentlichen Eindruck, schaffte aber nicht mehr als das 2:3 durch Schahab Aminikia (45.).

 

 

 

1:0 Tim Brazda (13), 2:0 Dennis Fischbuch (15), 2:1 Jeff Smith (23), 3:1 Marco Clemens (40), 3:2 Schahab Aminikia (45.)

(Quelle: Pressemitteilung EHC Neuwied / Foto: EHC Neuwied)
(Quelle: Pressemitteilung EHC Neuwied / Foto: EHC Neuwied)

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Kommentare: 1
  • #1

    Daniel (Samstag, 18 Januar 2020 19:01)

    Der Kommentar von Sulak ist ne Frechheit und hat wenig mit dem Geschehen auf dem Eis zu tun.