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Regionalliga WarmUp 17.01.20 - 19.01.20

Freitags zum Meister, Sonntags Heimderby - Letztes EGDL-Hauptrunden-Wochenende hat es noch einmal in sich.

 

Zum Abschluss der Hauptrunde wartet noch einmal ein Derby-Heimspiel für die Rockets gegen die Neuwieder Bären. Doch bevor sich die rheinland-pfälzischen Nachbarn am Sonntag am Diezer Heckenweg um 19:30 treffen, geht es für die EG Diez-Limburg zum Tabellenzweiten nach Herford (Freitag, 20.30 Uhr). Größer könnten die Herausforderungen zum Hauptrundenabschluss kaum sein.

13:2 Tore, 2 Siege – die EGDL lässt sich derzeit trotz bereits gewonnener Hauptrunden-Meisterschaft nicht vom Weg abbringen. In Dinslaken (5:1) und in Neuss (8:1) feierte das Team zuletzt zwei weitere ungefährdete Erfolge. Ein bisschen Tempo rausnehmen? Auf keinen Fall! Das Team von Frank Petrozza unterstrich nach einmal mehr seine Ausnahmestellung in der Liga: Tabellenführer, 13 Punkte Vorsprung auf Verfolger Herford, die meisten Tore geschossen, die wenigsten Tore kassiert, die fairste Mannschaft der Liga, dazu den Topscorer (RJ Reed) und den besten Goalie (Jan Guryca) im eigenen Team. 

Und doch kommt das letzte Wochenende der Hauptrunde mit einer ganz großen Herausforderung daher. Sportlich warten mit Herford und Neuwied zwei echte Schwergewichte der Liga. Tabellarisch verbessern kann man sich aber nicht mehr. Gewinnen will man trotzdem, vor allem das Derby vor heimischer Kulisse in Diez. Es soll mit möglichst vielen positiven Eindrücken nur eine Woche später in die Pre-Playoffs gehen. „Wir wollen und werden bereit sein, weil wir genau so auch schon die vergangenen Wochen agiert haben“, sagt Rockets-Trainer Frank Petrozza. Doch der Coach sagt auch deutlich: „Wir wollen gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Wichtigste Zielsetzung bleibt: Keine Verletzten, keine großen Strafen. Aber so werden auch die anderen Mannschaften denken und agieren.“ 

Den Spagat zwischen einer gesunden Portion Zurückhaltung und einem dennoch engagierten Auftreten auf dem Eis hatte seine Mannschaft zuletzt mit Bravour gemeistert. „Die Spieler haben das wirklich sehr, sehr gut gemacht. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Aber jeder ist in jedem Spiel hellwach und auch hochmotiviert. Das ist sicherlich eine besondere Stärke dieser Mannschaft. Unser erstes Ziel haben wir mit dem Gewinn der Hauptrunden-Meisterschaft souverän erreicht, jetzt geht es an das nächste Ziel. Zum Abschluss der Runde werde ich erneut noch einmal ein bisschen was ausprobieren. Jetzt ist die Zeit dafür, eine Woche später beginnt dann die heiße Phase, in der jedes Spiel für uns zu einem Endspiel wird.“

(Quelle: Pressemitteilung EG Diez-Limburg / Foto: fischKoppMedien)
(Quelle: Pressemitteilung EG Diez-Limburg / Foto: fischKoppMedien)

Dinslakener Kobras reisen zum Abschluss der Hauptrunde noch einmal nach Hamm

 

Wenn am Freitag, so gegen 22:15 Uhr die Sirene der Hammer Spieluhr ertönt, ist die Hauptrunde der Saison 19/20 für die Dinslakener Kobras vorbei. Das Zwischenziel, den sechsten Tabellenplatz nach der Hauptrunde, hat man um einen Platz übertroffen und auch in der letzten Partie kann es für die Dinslakener in der Tabelle weder rauf noch runter gehen. Auch die Tatsache, dass einige andere Regionalligateams zwei Tage später noch aufeinandertreffen, kann das Ergebnis in keine Richtung mehr beeinflussen.

Und obwohl man eigentlich die Partie am 17.01. bei den Hammer Eisbären als Butterfahrt mit Bewegungstherapie abtun könnte, sprechen viele Faktoren dafür, dass sich die Dinslakener auch in diese Partie reinhängen werden. Und das nicht nur der Fairness gegenüber der anderen Mannschaften. Denn eine Woche später beginnen für die ersten sechs Mannschaften der Hauptrunde die Pre-Playoffs und die Kobras starten dort mit zwei Vergleichen gegen den Gegner vom Freitag, die Hammer Eisbären.

Grund genug also, die Spielzüge des Kontrahenten am jetzigen Freitag bis in den kleinsten Mikroorganismus zu studieren und falls nötig, die letzten eigenen Finessen zu testen oder sich einen Schachzug zu überlegen, mit dem der Gegner nicht rechnet.

Personell kann Milan Vanek dabei aus dem Vollen schöpfen, obwohl die Planung für das Spiel am Freitag fast schon wie ein Deja-Vu zur anmutet. In der letztjährigen Hauptrundenbegegnung gegen Hamm hatten die Dinslakener ein großes Torwartproblem und nahmen damals als Backup von Marvin Frenzel mit Jule Cleven eine damals 17-jährige Torfrau aus dem Nachwuchs des ERV Dinslaken mit nach Hamm. Und es mutete zunächst so an, dass das Schicksal ihr einen großen Streich spielen würde, als sich während der Begegnung Marvin Frenzel tatsächlich so stark verletzte, dass er für den Rest der Partie vom Eis musste, doch Cleven stellte sich mutig zwischen die Pfosten und wurde vom gesamten Publikum frenetisch gefeiert.

Auch am kommenden Freitag wird wieder eine Torfrau mit auf dem Spielbericht bei den Giftschlangen stehen. Den Dinslakenern ist sie inzwischen keine Unbekannte mehr, die Torfrau mit Förderlizenz von den Duisburger Jungfüchsen. Denn Milan Vanek gibt Lukas Eckardt einen Tag frei. Vielleicht sieht es der Dinslakener Übungsleiter aber auch als ein gutes Omen, denn Frederike Trosdorff (siehe Foto) war der Backup-Goalie, als die Giftschlangen am 15.12.2019 in Ratingen das sensationelle 6:0-Drittel ablieferten.
Das primäre Ziel auf beiden Seiten lautet ohnehin: Verletzungen und große Strafen sind zu vermeiden. Ein schmaler Grat, will man sich trotzdem zu 100% der Partie hingeben. 

Die Hammer Eisbären scheinen pünktlich zum Endspurt der Hauptrunde ihre Leistungsdelle hinter sich gelassen zu haben, denn auch die Westfalen bekommen langsam ihre wichtigen Spieler zurück. Zwar musste man bislang auf die Dienste des tschechischen Torjägers Milan Svarc verzichten, doch die Rückkehr von Michal Spacek hat bereits einen Ruck innerhalb der Mannschaft bewirkt. Zuletzt konnte der tschechische Allrounder 2 Spiele nach seiner schweren Verletzung im Inter Regio Cup gegen Nijmegen mit 2 Treffern und 2 Vorlagen glänzen. Dass das Team von Trainer Ralf Hoja ansonsten durch die Bank top besetzt ist, muss man eigentlich nicht erwähnen.

(Quelle und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)
(Quelle und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)

Meister trifft in letzten Spiel noch einmal auf den Vizemeister

 

Am Sonntag geht es für den Herforder. EV Zum letzten Westfalenderby der Hauptrunde bei den Hammer Eisbären, die zudem noch direkter Konkurrent um Platz 2 in der Tabelle sind. Vier Mal trafen beide Mannschaften in dieser Saison bislang aufeinander. Während der HEV seine beiden Regionalligaheimspiele gewann, siegten die Eisbären einmal in der Regionalliga, wie auch im NRW-Pokal, jeweils ebenfalls in heimischer Halle. Genau diese Serie versuchen die Ice Dragons zu brechen und Werden sich auch für die 4:6-Niederlage vor zwei Wochen an selber Stelle revanchieren.

Zur Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes benötigt der HEV entweder einen Sieg in Hamm oder aber einen Erfolg über die EG Diez-Limburg nach regulärer Spielzeit am Freitag.

 

(Quelle: Pressemitteilung Herforder EV)

Vor dem Derby geht es für den IRC-Sieger erneut zum Ratinger Sandbach

 

Nach einem Eishockey-Marathon mit drei Spielen innerhalb von 48 Stunden und dem gefeierten Gewinn des Inter-Regio-Cups die Trainingsintensität etwas zurückfahren, um die Beine wieder frisch zu bekommen? „Nein“, antwortet Leos Sulak. „Wir halten das Pensum unverändert hoch.“ Der Trainer des EHC „Die Bären“ 2016 hat gute Gründe dafür. „Wir sind auf dem Weg hin zu den Play-offs schon ein deutliches Stück vorangekommen, die Abläufe funktionieren immer besser, müssen die verbleibende Zeit aber intensiv nutzen, um ideal vorbereitet in die wichtigen Pre-Play-offs zu gehen.“ Die beginnen am 24. Januar mit einem Auswärtsspiel bei Meister Herford. „Davor haben wir nun noch zwei Partien Zeit, um ein paar Sachen auszuprobieren“, sagt Sulak zu den beiden letzten Hauptrundenspielen am Freitag ab 20 Uhr bei den Ratinger Ice Aliens und am Sonntag ab 19.30 Uhr beim souveränen Hauptrunden-Meister EG Diez-Limburg.

Ausprobieren heißt im Sport, ein paar Sachen umzustellen, um sie entweder nach dem Ausschlussprinzip wieder aus den taktischen Gedankengängen zu verbannen oder sie als ernsthafte Alternative in Betracht zu ziehen. Umstellungen nahm Sulak schon in den Spielen der Vorwochen vor, aber in erster Linie, weil er durch die Ausfälle von bis zu sechs Spielern dazu gezwungen wurde. In Ratingen steht zum Start ins Wochenende Maximilian Wasser nicht zur Verfügung, der vor einer Woche seine dritte Disziplinarstrafe in dieser Saison kassierte und somit eine Sperre absitzen müssen. „Aber voraussichtlich werden einige wieder zurückkehren, und für den Auftakt der Pre-Play-offs sind wir dann hoffentlich fast wieder komplett“, prognostiziert Manager Carsten Billigmann. Aber eben auch nur fast: Für Sven Schlicht ist die Saison bereits beendet. Die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff einsetzbare Allzweckwaffe zog sich im Inter-Regio-Cup-Spiel gegen Limburg-Geleen eine Verletzung des Syndesmosebandes zu. Anders als Schlussmann Justin Schrörs, der glimpflicher davonkam und am Sonntag sein Comeback gab (Sulak: „Es ist gut, dass er schon jetzt vor den Pre-Play-offs wieder Spielpraxis sammeln kann“), kommt Schlicht um eine Operation nicht herum. Manager Billigmann ist auf der Suche nach Ersatz bereits fündig geworden: Der Oberliga-erfahrene Verteidiger Dominik Scharfenort kommt aus Ratingen nach Neuwied. „Dominik ist ein Spieler der uns mit seiner Routine sofort weiterhilft und mit seinen kämpferischen Qualitäten vom Typ her Sven Schlicht ähnelt. Möglich wurde dieser Transfer erst durch die tolle Arbeit unseres Wirtschaftsbeirats und Vorstandes sowie die Unterstützung unserer Sponsoren, dank denen wir über ein Budget verfügen, das solche Nachverpflichtungen zulässt.“

Der kommt mit der Erfahrung aus 168 Oberliga-Partien (63 Punkte) und 190 Regionalliga-Einsätzen (84 Punkte) ins Icehouse. „Ich sehe in Neuwied großes Potenzial, die Mannschaft ist sehr gut aufgestellt und ich denke wir können sehr weit kommen“, freut sich Scharfenort auf seine neue sportliche Heimat. Der EHC setzt nun alle Hebel in Bewegung, den Abwehrspieler schon am Freitagabend gegen Ratingen, den Verein, für den er am Sonntagabend noch gegen Neuwied auf dem Eis stand, spielberechtigt zu bekommen.

(Quelle und Foto: Pressemitteilung EHC Neuwied)
(Quelle und Foto: Pressemitteilung EHC Neuwied)

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