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Kobras feiern 6-Punkte Wochenende gegen Top-Teams

Das war ein perfektes Wochenende für die Dinslakener Giftschlangen. Nach dem für Viele überraschenden Auswärtssieg bei den Hammer Eisbären bewiesen die Kobras erneut mannschaftliche Geschlossenheit und bezwangen in eigener Halle die ebenfalls favorisierten Bären aus Neuwied mit 5:2.  

Zwar soll man nicht den Tag vor dem Abend loben, doch es scheint so, als wäre die Vanek–Truppe genau rechtzeitig zum entscheidenden Saisonteil wieder in die Nähe ihres Zenits angekommen. Sicher, es gibt Mannschaften der Regionalliga West, die spielerisch besser aufgestellt sind als die Niederrheiner, doch kämpferisch macht den Kobras keiner etwas vor. Und wenn dann der Goalie noch einen Sahnetag erwischt, sind solche Siege durchaus möglich.

In den ersten 8 Spielminuten waren beide Teams gleichwertig, vielleicht gab es sogar leichte Vorteile für die Hausherren. Sie hatten sich ihre Effektivität aus dem Hamm–Spiel bewahrt und gingen nach einer schönen Kombination bei 5:07 durch Sven Schiefner in Front. Keine 43 Sekunden später musste Felix Köllejan bereits zum zweiten Mal hinter sich greifen. Leon Taraschewski hatte den Neuwieder Schlussmann überlistet. Doch als in der 9. Spielminute die erste Strafzeit gegen die Kobras ausgesprochen wurde, kamen die Gäste so richtig ins Rollen und übernahmen die Regie der Partie. Mehr und mehr rückte Marvin Frenzel ins Zentrum des Geschehens aber auch seine Vorderleute kämpften um jeden Zentimeter Eis. Und dies alles, ohne die eigene Kontergefährlichkeit aus den Augen zu verlieren. Mit jeder Spielminute wurden die Gäste dominanter und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen, doch entweder zuckte die Fanghand oder der Schoner des Dinslakener Schnappers heraus oder der Puck zischte knapp an seinem Gehäuse vorbei. Sicherlich war in der ein oder anderen Situation auch das vielbeschriebene Scheibenglück auf seiner Seite. All dies verhinderte einen Neuwieder Treffer im ersten Abschnitt und beim Spielstand von 2:0 ertönte die Stadionsirene erstmalig.

Ab dem Mittelabschnitt intensivierten die Neuwieder ihre Bemühungen, doch insgesamt blieb das Bild das gleiche. Die Hausherren warfen sich mit allem, was sie hatten, in die Torschüsse, versuchten, den Gegner im eigenen Verteidigungsdrittel immer an der Bande zu halten, um bei eigenem Puckbesitz blitzartig nach vorne zu preschen. Und so war es dem Ex–Neuwieder Dennis Appelhans vorbehalten, in der 25. Spielminute das 3:0 zu erzielen. Doch die Kobras durften sich noch lange nicht sicher fühlen, zu groß war die Dominanz der Gäste. In der 39. Spielminute war dann aber auch Marvin Frenzel erstmalig geschlagen. Jeff Smith hatte den Dinslakener Goalie aus dem Gewühl heraus überwinden können. 
Wer jetzt dachte, die Giftschlangen würden einbrechen, wurde eines Besseren belehrt. Sie hielten weiterhin dem Druck der Gäste stand und blieben auch sonst immer gefährlich. So auch in der 43. Minute. Als Tommy Kuntu-Blankson auf und davon zog, auf den mitgelaufenen Kristof Kelsch querlegte und dieser die Scheibe an Felix Köllejan vorbei abfälschte. Sieben Minuten später mussten sich die Kobras aber wieder geschlagen geben, als Maximilian Wasser den 4:2-Anschlusstreffer erzielte. 
Das Spiel nahm immer weiter an Dramatik zu. Die Gäste belagerten das Gehäuse von Marvin Frenzel zunehmend, doch der Dinslakener Schnapper und seine Vorderleute ließen mit Können, unbändigem Siegeswillen und einer kleinen Portion Scheibenglück keinen weiteren Treffer der Bären mehr zu. Dabei hatten diese knapp zwei Minuten vor dem Ende noch die große Möglichkeit, heranzukommen, als eine Kobra bei 56:52 und bei 58:59 in die Kühlbox musste. Neuwieds Trainer Sulak nahm seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und die Kobras mussten sich knapp 3 Minuten lang einer doppelten Überzahl erwehren. Doch als sich dann 13 Sekunden vor dem Ende Stefan Dreyer im eigenen Drittel die Scheibe erkämpfte, zu Martin Beneš passte, der wiederum mustergültig auf den umgehend gestarteten Dennis Appelhans vorlegte, hatte dieser keine Mühe, den 5:2–Endstand herzustellen.

Im Nachgang bezeichnete Neuwieds Trainer Sulak die Kobras als der verdiente Sieger dieses Spiels, weil seine Mannschaft zu viele Chancen ungenutzt ließ und auch bei Abprallern, so es diese gab, häufig zu spät war.

Milan Vanek lobte seine Mannschaft, hob aus einer sehr guten Mannschaftsleistung noch Goalie Marvin Frenzel und Martin Beneš heraus und freute sich darüber, dass man nun jedes Team aus der Regionalliga West in dieser Spielzeit mindestens einmal geschlagen habe. Ebenfalls wies er darauf hin, dass auch Pascal Behlau in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird und ist guter Hoffnung, dass er doch noch einen zweiten Kontingentspieler für den verletzten Jesse Parker bis zum Beginn der Pre–Playoffs bekommt. Er verriet, dass man sich für die Pre–Playoffs vorgenommen habe, Vierter zu werden. Deshalb versuche man auch in dieser Hauptrunde und im Interregio–Cup, jedes Spiel zu gewinnen und den Rhythmus dann mit in die Pre–Playoffs zu nehmen. Er erläuterte weiter, dass wenn man Vierter werden will, man einen der Großen in den Pre–Playoffs hinter sich lassen müsse. Aber genau dies sei das Ziel.

 

 

 

 

1:0 Martin Beneš (6.), 2:0 Leon Taraschewski (6.), 3:0 Dennis Appelhans (25.), 3:1 Jeff Smith (39.), 4:1 Krystof Kelsch (43.), 4:2 Maximilian Wasser (50.), 5:2 Dennis Appelhans (60.)

(Text und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)
(Text und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)

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