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Giftschlangen erlegen die Eisbären

Der Jahresauftakt hätte für die Dinslakener Kobras kaum besser laufen können. Mit 8:3 behielten die Giftschlangen am Freitagabend bei den Hammer Eisbären die Oberhand. Kurz vor Spielbeginn hatte Hamm’s Stadionsprecher mit der Frage: „Was passiert, wenn man eine Schlange aufs Eis legt? Sie stirbt!“ noch allen anwesenden Zuschauern klar machen wollen, wer hier das Eis als Sieger verlässt. Doch er hatte die Rechnung ohne die Kobras gemacht, die aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hoher Effektivität am Ende als verdienter Sieger die Heimreise antraten.

Die Gäste legten einen Einstand nach Maß hin. Kristof Kelsch passte nach gut 2 Minuten von der rechten Seite auf den mitgelaufenen und zentral stehenden Dominick Spazier, der die Scheibe durch die Hosenträger von Hamms Goalie Sebastian May gekonnt abfälschte. 
Ein Shorthander brachte die Kobras nach gut 5 Spielminuten mit 2:0 in Front. Martin Beneš bewies nach Scheibenklau im eigenen Drittel Augenmaß, passte zielsicher auf den gestarteten Dennis Appelhans, der den chancenlosen Sebastian May ebenfalls ausspielte.

In der 11. Spielminute wurde dann auch Marvin Frenzel überwunden. Kevin Trapp brachte seine Farben erstmalig auf die Anzeigetafel. Doch die Dinslakener knickten nun keineswegs gegen läuferisch bessere Eisbären ein, sondern nutzten ihre Möglichkeiten. Auch bewahrheitete sich im weiteren Verlauf der Begegnung die Phrase, dass jeder Schuss aufs Tor ein guter ist. So geschehen in der 16. Spielminute in Person von Leon Taraschewski. Dieser ließ Sebastian May bei seinem Schuss von der Torlinie ziemlich alt aussehen, als er den großgewachsenen Eisbären – Goalie einfach mal am kurzen Pfosten in den Rücken schoss und der Puck im weiteren Verlauf die Lücke ins Tor fand, die eigentlich gar nicht da war.

Knapp 2 Minuten vor der ersten Sirene stand Hamms Schnapper erneut im Mittelpunkt. Als er bei einer Abwehraktion die Scheibe mit der Kelle aus der Gefahrenzone befördern wollte, traf der Puck seinen eigenen Mitspieler in den Rücken. Von dort fiel das schwarze Hartgummi genau auf den Schläger von Martin Beneš, der wenig Mühe hatte, auf 4:1 aus Sicht der Gäste zu stellen.

Bei diesem Spielstand ertönte erstmals die Sirene.

Im Mittelabschnitt änderte sich das Bild zunächst nur wenig. Mehr Spielanteile für die Hausherren, aber deutlich gefährlicher die Angriffe der Gäste. Während einer kurzen Drangphase der Kobras hatte erneut Dennis Appelhans das richtige Händchen, als er mit der Rückhand in den oberen rechten Winkel einnetzte. Da waren knapp 28 Minuten gespielt. Überhaupt hatte die Reihe Beneš -Appelhans – Schiefner gestern einen guten Tag erwischt. Einen weiteren Beleg dafür lieferte das 1:6 in der 32. Spielminute. Dennis Appelhans bediente Martin Beneš und der zog Richtung Tor von Sebastian May. In Zusammenarbeit mit dem mitgelaufenen Sven Schiefner spielte er in der 2 auf 1 Situation den Hammer Verteidiger aus und gab dann auch Sebastian May erneut das Nachsehen. 
Zum Ende des Mittelabschnitts ließ die Vanek-Truppe etwas die Zügel schleifen, was prompt bestraft wurde. Zunächst mussten sie bei eigener Überzahl in der 35. Spielminute das 2:6 durch Kevin Thau schlucken, das 3:6 durch Kevin Orendorz bei Dinslakener Unterzahl kurz vor Ende der zweiten Periode ließ noch einmal so etwas wie Spannung aufkommen.

Doch im Schlussabschnitt ließ Dann das Team von Coach Vanek nichts mehr anbrennen und baute die Führung weiter aus. Zunächst in der 47. Spielminute durch Kapitän Benni Hüsken, der in einer Überzahlsituation Sebastian May mit einem Schuss aus spitzem Winkel von der rechten Seite ins kurze obere Eck überraschte.

Den Schlusspunkt setzte 8 Minuten vor dem Ende Alexander Zaslavski, der plötzlich vor May auftauchte und mit einem halbhohen Schlenzer auch die letzten Zweifler davon überzeugte, dass die Kobras mit 3 Punkten im Gepäck in die Schlangengrube zurückfahren würden.

Bis zur Schlusssirene sahen sich die Giftschlangen noch 3 Unterzahlsituationen ausgesetzt, doch eine geschlossene Mannschaftsleistung inklusive eines gut aufgelegten Marvin Frenzel ließen keinen weiteren Treffer der Eisbären mehr zu. 

Entsprechend zufrieden äußerte sich ein gut gelaunter Milan Vanek bei der Pressekonferenz: “Ich war der Meinung, wenn man in den letzten anderthalb Jahren 6 Mal gegen Hamm verliert, dann sind jetzt mal die anderen dran. Ich denke, unsere 2 Unterzahltore im ersten Abschnitt waren der Knackpunkt des Spiels. Ich bin froh, dass bis auf 1-2 Ausnahmen unsere Mannschaft wieder komplett ist. Ein großes Lob an das gesamte Team. Sie haben das gut gemacht und alles, was ich ihnen gesagt habe, umgesetzt. Wie man sieht, wenn man hart arbeitet, kann man auch Hamm schlagen“, analysierte der Dinslakener Übungsleiter die Partie.

 

 

 

0:1 Dominick Spazier (3.), 0:2 Dennis Appelhans (6.), 1:2 Kevin Trapp (11.), 1:3 Leon Taraschewski (16.), 1:4 Martin Beneš (19.), 1:5 Dennis Appelhans (28.), 1:6 Martin Beneš (32.), 2:6 Kevin Thau (35.), 3:6 Kevin Orendorz (40.), 3:7 Benedikt Hüsken (47.), 3:8 Alexander Zaslavski (53.)

(Text und Foto: Pressemitteilung Dinslakener Kobras)
(Text und Foto: Pressemitteilung Dinslakener Kobras)

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