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Kobras Dinslaken sichern Klassenerhalt mit Shutout-Derbysieg

So dürften sich das die Verantwortlichen der Dinslakener Kobras wohl im Vorfeld der Begegnung vorgestellt haben: Gut gefüllte Ränge, eine Mannschaft, die verstanden hatte, worum es ging und am Ende als Sieger die Eisfläche verlassen hat. Damit, dass es beim 7:0 dann gleich ein Shutout für Goalie Marvin Frenzel wurde, hätten dann wohl doch nur die größten Optimisten gerechnet.

Aber die Giftschlangen gingen von Beginn an hochkonzentriert zu werke, ließen hinten nur wenige Möglichkeiten zu und zeigten sich einsatz- und spielfreudig. In der einen oder anderen Situation hatten sie auch das nötige Scheibenglück, doch dies galt auch für die Ratinger Gäste, sonst wäre der Sieg wohl noch höher ausgefallen.

 

Die Hausherren erwischten einen Blitzstart. Es hatte noch gar nicht jeder der gut 600 Zuschauer Platz genommen, da klingelte es zum ersten Mal hinter Felix Zerbe im Tor der Ice Aliens. Dennis Appelhans zeigte sich schon zu Beginn der Partie hellwach und verwertete das Zuspiel von Martin Beneš bereits nach 43 Sekunden zum 1:0.

Knapp 6 Minuten später nutzte die Vanek–Truppe eine Überzahlsituation, um den Vorsprung weiter auszubauen. Petr Macaj hatte einen Schuss von Martin Beneš unhaltbar abgefälscht. 

Etwas später schraubte Sven Schiefner das Ergebnis auf 3:0 hoch, womit es mit einem Vorsprung in die erste Pause ging, der dem Gastgeber auch für das nächste Drittel Souveränität verlieh.

 

Die Kobras arbeiteten weiter konzentriert und engagiert und schafften es auch im Mittelabschnitt, sich mit Treffern zu belohnen. Zunächst Martin Beneš, dann Dominick Spazier, der Felix Zerbe nach einem Sololauf verladen konnte und zuletzt noch einmal Dennis Appelhans schraubten das Ergebnis nach 40 Minuten auf ein beruhigendes 6:0 hoch. 

 

Wirklich beruhigend? Man erinnerte sich daran, dass die Giftschlangen unlängst in nur einem Drittel in Ratingen 6 Treffer erzielten. Warum sollte dies nicht auch den Ratingern gelingen?

Doch die Kobras ließen sich nicht mehr den Schneid abkaufen, schraubten ihre Bemühungen zwar etwas zurück, doch eine Gefahr, die Partie noch aus der Hand zu geben, bestand zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Alle Anstrengungen der Gäste verpufften spätestens bei einem gut aufgelegten Marvin Frenzel. Als dann noch Stefan Dreyer in der 47. Spielminute das 7:0 nachlegte, war der Drops endgültig gelutscht. Auch die Zuschauer kamen nochmal so richtig auf ihre Kosten, weil sich Dennis Appelhans und Josef Schäfer in einen intensiven Meinungsaustausch begaben. Nach Beendigung des Austausches aller Freundlichkeiten durfte dann der Ice Alien als „Belohnung“ früher duschen.

 

Dinslakens Coach Milan Vanek hatte nach dem Spiel nicht viel an der Leistung seiner Truppe auszusetzen:“ Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft. 7:0 in einem schnellen Spiel gegen Ratingen zu gewinnen, das heißt schon was. Aber ich möchte auch nochmal erwähnen, dass wir letzte Woche in Ratingen bereits ein erstklassiges letztes Drittel aufs Eis gebracht haben, nachdem wir in der zweiten Drittelpause ein paar Dinge umgestellt haben. Beim Training in dieser Woche haben wir ein paar Sachen angesprochen und das ist heute das Ergebnis. Genaugenommen hat mein Vater diese Dinge angesprochen, da ich in der letzten Woche mit einer Erkältung ausgefallen war. Aber er hat natürlich das, was ich gesagt habe, der Mannschaft weitergegeben. Wir spielen zwar in dieser Woche noch in Neuss und in Lüttich, aber ich habe der Mannschaft bis zum 2.1.2020 trainingsfrei gegeben. Das haben sie sich jetzt verdient.
Vor so einer Kulisse zu spielen, ist großartig
Dkönnte ich mich dran gewöhnen. Ich hoffe, dass wir den ein oder anderen für die Kobras begeistern konnten und das die Leute wiederkommen, auch wenn der Eintritt mal nicht frei ist.

 

Emotional wurde es dann im Anschluss im Restaurant der Eissporthalle beim Abschied vom verletzten Kanadier Jesse Parker, der nun in seine Heimat fliegt und sich einer Operation unterziehen muss. Thomas Esser, der sportliche Leiter der Kobras, berichtete den Fans, dass man gerade auf der Suche nach Ersatz sei und sich auch sonst noch auf dem Transfermarkt umschaut, um für die Zwischenrunde gerüstet zu sein.

 

 

 

 

1:0 Dennis Appelhans (1.), 2:0 Petr. Macaj (7.), 3:0 Sven Schiefner (12.), 4:0 Martin Beneš (24.), 5:0 Dominik Spazier (29.), 6:0 Dennis Appelhans (31.), 7:0 Stefan Dreyer (47.)

(Text und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)
(Text und Foto: Pressemitteilung Kobras Dinslaken)

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