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NEV und EGDL starten mit internationalen Aufgaben ins Wochenende

„Multi-Kulti-Team“ aus Leuven zu Gast in der Quirinusstadt“

 

Dass die Duelle mit den besten Teams aus Belgien und der Niederlande für den Neusser EV etwas Besonderes darstellen, hatten die Verantwortlichen des Vereins schon in der vergangenen Woche betont, als das „Europapokal“-Heimdebüt gegen Herentals stattfand. Entsprechend groß ist auch die Vorfreude auf die kommende Aufgabe, denn am Freitag um 20 Uhr gastiert mit den Chiefs Leuven ein weiteres belgisches Top-Team im Südpark.

Die „Häuptlinge“ aus der Region Flämisch-Brabant sind als Talentschmiede bekannt, nicht umsonst stellt man mit Rino Dhondt, Lukas Tambeur und Alec James drei aktuelle belgische Nationalspieler.

Darüber hinaus werden Akteure aus insgesamt sieben weiteren Ländern beherbergt. Neben dem Italo-Kanadier Adam Logozzo (Verteidiger) gilt Torhüter Ryan Malinowski (polnischstämmiger US- Amerikaner) als Stütze der Defensive, im Sturm geben unter anderem der Finne William Kangasniemi oder auch der in Russland geborene Borya Kolyasnikov den Ton an.

In der Tabelle des Inter-Regio- Cups stehen die Chiefs derzeit auf dem dritten Platz, einem 4:2-Sieg gegen Dinslaken steht eine hauchdünne 5:6-Niederlage in Diez-Limburg gegenüber. Am Freitag kommt es nun zum Vergleich mit dem NEV, dessen bisherige Ergebnisse lassen darauf hoffen, dass es wie schon gegen Herentals ein spannendes Duell geben könnte.

Es gibt übrigens eine Geschichte, die beide Städte miteinander verbindet: 1914 zerstörten deutsche Truppen große Teile des Stadt Leuven, woran auch Soldaten aus Neuss beteiligt waren. Damals fiel unter anderem das Glockenspiel der Sint-Pieters-Kirche dem Feuer zum Opfer. Der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer nahm im August 2016 in Leuven an einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs teil, dabei wurde die zukünftige Zusammenarbeit auf kultureller Ebene beschlossen. „Nebenbei“ erfuhr die Neusser Delegation von Plänen der Stadt Leuven, für die Abtei ein neues Glockenspiel anzuschaffen. Daraufhin wurde beschlossen, sich mit 40.000 Euro an den Kosten zu beteiligen, vor fast genau einem Jahr feierte das neue Glockenspiel nun seine Premiere – weitere gemeinsame Projekte sind in Planung.

 

Nächster Halt: Heerenveen

 

Zehn Spiele, zehn Siege im heimischen „Beker van Nederland“, dazu vier Siege in vier Spielen in der BeNe-League - die Unis Flyers aus Heerenveen sind in ihren beiden Heimatligen derzeit das Maß aller Dinge.

Dazu stellt die Mannschaft in der BeNe-League die vier besten Scorer der Liga, in der Beker-League sind es immerhin die Plätze eins und zwei.

Im Inter-Regio-Cup gab es beim 1:2 in Neuwied die bisher einzige Saisonniederlage, das Heimspiel gegen Neuss konnten die Flyers mit 4:3 gewinnen.

Diez-Limburg und Heerenveen gehen daher punktgleich in dieses Duell, vor dem EGDL-Trainer Frank Petrozza noch einmal auf den vergangenen Sonntag und den knappen Heimsieg (3:2) gegen Neuss blickt: „Unser Problem ist, dass uns noch die Konstanz fehlt. Wir müssen das, was wir uns vorgenommen haben, auch 60 Minuten durchziehen. Das verlange ich einfach von der Mannschaft. Uns geht da manchmal zu schnell die Konzentration verloren.“

Ganz sicher ist das auch eine Kopfsache, wenn man - wie die Rockets - bisher so souverän durch die Liga marschiert ist. Mit einer Ausnahme war es bisher immer gelungen, noch einen Gang hochzuschalten wenn notwendig. „Wir müssen aber einfach lernen, dass wir manchmal eben auch Geduld brauchen“, sagt Petrozza. „Gerade gegen Teams, die gegen uns tief stehen. Würden diese Mannschaften offensiv agieren, dann würden wir es sicherlich einfacher haben. Aber das ist eben unsere Aufgabe, die wir als Team lösen müssen. Konzentriert und geduldig bleiben.“

 

(Quelle: Pressemeldung Neusser EV / Pressemeldung EG Diez Limburg / Foto: fischKoppMedien)

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