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Grefrather EG unterliegt den RealStars nach starker Aufholjagd

Es war eine Aufholjagd ohne Happy End. In einem verrückten Spiel, in welchem die Grefrather EG zwei Gesichter zeigte, unterlagen die Blau-Gelben am Ende den RealStars Bergisch Gladbach mit 4:5 (0:3,0:0,4:2).

 

Gut 24 Stunden nach dem 5:3-Auswärtserfolg beim GSC Moers wollte das Team von der Niers in eigener Halle unbedingt nachlegen und mit einem weiteren Erfolg den Rückstand auf die obere Tabellenhälfte verringern.

Das Spiel begann nach einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Frank Meyer, der als langjähriger ehrenamtlicher Helfer, Unterstützer und Vereinsanhänger gewürdigt wurde.

Der Phoenix kam gar nicht gut aus den Startlöchern und verschlief den ersten Spielabschnitt vollkommen. Bis zur ersten Pause musste Sven Budde, welcher im Grefrather Tor den Vorzug vor Justin Kleckers bekommen hatte, bereits drei Mal hinter sich greifen.

Erneut war es eine Reihe an Unachtsamkeiten, welche den gar nicht mal so überlegenen, jedoch erkennbar spritzigeren Gästen aus Bergisch Gladbach das Toreschießen einfach machten.

 

Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich die GEG nun etwas präsenter in den Zweikämpfen und ließ vor dem eigenen Tor nun deutlich weniger zu.

Offensiv fand das Team von der Niers jedoch weiterhin kein Mittel, um Stephan Schwarz im Tor der Bergischen vor größere Probleme zu stellen.

Der Sand im Grefrather Angriffs-Getriebe und der deutliche Rückstand schienen beim Phoenix an den Nerven zu zerren, was sich nun auch im Strafzeitenverhältnis von 20:2 Minuten allein im zweiten Drittel wiederspiegelte. Dennoch blieb es bis zur zweiten Pausensirene beim 0:3 für die Gäste.

 

Auch nach der Pause sollte sich der bis dahin ohnehin schon triste Grefrather Eishockey-Himmel noch weiter verdunkeln. Beim 0:4 in der 43. Minute zeigte sich der Phoenix einmal mehr nicht auf dem Posten. Dies schien die Entscheidung zu sein. Anstatt nun jedoch die Köpfe hängen zu lassen, platzte in der 46. Minute mit dem 1:4-Anschlusstreffer durch Dennis Lüdke der Knoten. Auf einmal lief die Scheibe und der Frust verwandelte sich zunehmend in Spielwitz und Zug zum Gästetor.

Mit Erfolg, denn in der 49. Minute waren Stefan Kaltenborn und keine zwei Minuten später Willy Schut (51.) mit ihren Toren zum 2:4 und 3:4 zur Stelle.

Jetzt war Bergisch Gladbach völlig von der Rolle und leistete sich nun seinerseits einige Strafzeiten. Schließlich war es erneut Stefan Kaltenborn, der per Powerplay in der 56. Minute sogar den viel umjubelten 4:4-Ausgleich erzielen konnte. Dennoch blieb die verrückte Aufholjagd ohne Grefrather Happy End, denn die RealStars schlugen in der 58. Minute noch einmal zu und brachten am Ende den knappen Vorsprung über die Zeit.

 

GEG-Trainer Karel Lang, zeigte sich bereits während der Begegnung angefressen, wie selten. Nach dem Spiel bescheinigte er seinem Team zumindest eine gute Moral, fand aber auch deutliche Worte: „Wie so oft haben wir das erste Drittel verschlafen. Danach haben wir Charakter gezeigt und den 0:4-Rückstand noch ausgleichen können. Leider haben uns einmal mehr krasse Fehler die Punkte gekostet. Wir müssen diese Geschenke für den Gegner vermeiden“. Trotz der 5 Gegentore war der Trainer mit der Leistung seines Torhüters zufrieden: „Sven hat seinen Job gut gemacht“, so Karel Lang.

Bis zum nächsten Punktspiel bleiben der GEG nun erstmal zwei Wochen Pause. Eine Zeit, die das Team unbedingt nutzen will, um weiter an den Schwachpunkten zu arbeiten. Am Sonntag, 01. Dezember, 18:45 Uhr ist der Grefrath Phoenix bei den Young Moskitos Essen zu Gast.

 

(Pressemitteilung Grefrather EG, Foto: Gerd Gisbertz)

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