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Kobras beenden Siegesserie der Rockets in der letzten Minute

Das Ergebnis gleicht dem des ersten Aufeinandertreffens der Dinslakener Kobras und der EG Diez Limburg. Auch dieses Mal geht die Heimmannschaft als Sieger vom Eis. Markanter Unterschied: Dieses Mal fand das Spiel in Dinslaken statt. 
Mit Kampf und Engagement beenden die Kobras den Siegeszug der EGDL nach 10 Spielen und fahren ihrerseits den dritten Sieg in Folge ein.

Den besseren Start erwischte aber eigentlich der Tabellenführer. Bereits in der 5. Minute ließ Alexander Seifert die Rockets jubeln. 
Die Kobras machten jedoch immer wieder klar, dass sie sich vom Spitzenreiter aus Diez keineswegs beeindrucken lassen wollten und konnten sich sogar ein Chancenplus herausspielen. 
In der Konsequenz erzielte schließlich Dinslakens Top-Torjäger Martin Benes in der 17. Spielminute den verdienten Ausgleich für die Hausherren. 

 

Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel noch intensiver und zur Freude der 110 Zuschauer auch torreicher. Zunächst liefen die Gastgeber innerhalb von 4 Minuten dem Ligaprimus aus Diez auf 3:1 durch Dennis Appelhans (23.) und Leon Taraschewski (26.) davon, ehe RJ Reed mit seinem Doppelpack (32., 35.) den Ausgleich für die Rockets in der 35. Spielminute bescherte. 

Besonders bitter für die EGDL: Ebenfalls in der 35. Minute musste Rockets-Goalie Jan Guryca verletzungsbedingt, ohne Fremdeinwirkung, vom Eis. 

Der eingewechselte Tim Stenger blieb in den restlichen 5 Minuten des Drittels ohne Gegentreffer. Im Gegenteil: Alexander Seifert brachte den Tabellenführer mit seinem zweiten Terffer an diesem Abend in der 38. Minute erneut in Front. 

 

Kurz nach dem letzten Seitenwechsel war es erneut Leon Taraschewski, der den Ausgleich für die Kobras erzielte (42.).

In der 55. Spielminute brachte dann Petr Macaj die Gastgeber in der Schlangengrube abermals in Führung, doch im direkten Gegenzug glich Leonard Günter wiederum für die EGDL aus. 

Anschließend erlebten die Zuschauer eine Szene, über die noch lange diskutiert werden würde:

Jesse Parker rutschte mit den Schlittschuhen vorweg unkontrolliert in Tim Stenger. Dieser krümmte sich vor Schmerzen und musste das Eis nach einer Behandlungspause auch verlassen.

Wer nun ins Tor der EGDL ginge war vollkommen unklar und Schiedsrichter Fabian Caelers klärte die Verantwortlichen darüber auf, dass die Rockets innerhalb von 10 Minuten einen neuen Torhüter aufs Eis bringen müssten. 

Doch welcher der verbliebenen Feldspieler könnte ins Tor? Kevin Lavallee und Julian Grund waren erkrankt gar nicht erst mitgereist, ebenso fehlte der verletzte Kyle Piwowarczyk. Schwab und Grund saßen aktuell in der Kühlbox. 

Weil die Gefahr zu groß schien, dass sich noch ein weiterer Spieler im Tor verletzt, stellte sich Stenger wieder zwischen die Pfosten. 

Vor ihm standen jedoch nur noch drei Mitspieler, denn der Unparteiische hatte Alexander Seifert wegen Hakens gegen Jesse Parker in die Kühlbox geschickt.

In der Folge der Szenerie erzielte Dennis Appelhans den 6:5 Siegtreffer für die Kobras. 

 

„Ich habe als Spieler und Trainer schon viel erlebt. Aber sowas noch nicht“, sagte der Rockets-Trainer, der auch zwei Stunden nach der Schluss-Sirene kaum Worte fand. „Die Leistung des Schiedsrichters war … wirklich … katastrophal.“

Zum Ausfall seiner beiden Goalies erklärte Petrozza: „Ich habe noch keinen Plan, wie es zwischen den Pfosten weitergehen soll, wir müssen schauen, wie schlimm es bei den Beiden ist. Und wir müssen uns einen Plan B überlegen.“

 

Auch wenn die Unparteiischen nicht unbedingt ihren besten Tag erwischt haben mögen, geht der Sieg der Kobras aus spielerischer Sicht aber in Summe dennoch in Ordnung.

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