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Spannung pur - IceDragons schlagen Neuwieder Bären in Overtime-Krimi

Was für eine Aufholjagd – der Herforder Eishockey Verein bezwingt die Bären aus Neuwied nach einem 1:5-Rückstand noch mit 6:5 in der Overtime und sichert sich somit zwei Punkte im Verfolgerduell.

 

Herfords Chefcoach Jeff Job musste gegen den EHC erneut auf seinen Topscorer Killian Hutt verzichten, auch Kevin Rempel, Leon Nasebandt, Alex Lindt und Tim Schürstedt fehlten im Kader des HEV.

Für Torwart Marc Fleischer, dessen Vertrag auf seinen Wunsch hin Mitte der Woche aufgelöst wurde, rückte Jan Pohlmann als zweiter Goalie nach.

 

Rund 580 Zuschauer sahen zunächst stark aufspielende Gäste, denen man die lange und späte Anreise nicht anmerkte. Während Neuwied immer wieder gefährlich vor Ice Dragons-Goalie Kieren Vogel auftauchte, hatte der Gastgeber Mühe im Spielaufbau und verlor durch Ungenauigkeiten im Passspiel immer wieder den Puck.

Kevin Wilson traf in der 6. Minute zur verdienten Führung der Bären, die Justin Unger unmittelbar nach einem Bully jedoch egalisierte (9.).

Trotz des Ausgleichs gelang es dem HEV nicht, das eigene Spiel zu stabilisieren und die Bären warteten geduldig auf ihre Chancen. Als sich die ersten Überzahlsituationen ergaben, nutzten die Gäste diese durch Jeffrey Smith und Kevin Wilson in der 16. Und 17. Minute gnadenlos aus und gingen mit einer 3:1-Führung in die erste Drittelpause.

 

Im zweiten Drittel erwischte Neuwied einen Blitzstart und erhöhte bereits nach wenigen Sekunden durch Stephan Fröhlich auf 4:1.

Als Maximilian Wasser nur vier Minuten später sogar auf 5:1 erhöhte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein.

Zwar verkürzte Jan-Niklas Linnenbrügger in der 26. Minute auf 2:5, doch die Zeit rannte den Herfordern langsam weg. Erst als Gleb Berezovskij sechs Minuten vor der Drittelpause das 3:5 gelang, wachte das Eisstadion „Im Kleinen Felde“ langsam wieder auf.

Lautstark läuteten die Herforder Fans den Schlussspurt ihres Teams ein, die nun wesentlich präsenter und konzentrierter wirkten.

Besonders Verteidiger Guillaume Naud schienen nun Flügel zu wachsen.

Als er in der 37. Minute den Anschlusstreffer markierte, schöpfte der HEV endgültig wieder Hoffnung.

 

Dramatisch verlief dann das Schlussdrittel. Immer wieder rannte Herford an, Neuwied stand jedoch sehr gut in der Defensive und versuchte durch gefährliche Konter den sechsten Treffer zu markieren.

In der 52. Minute folgte dann die Schlüsselszene des Spiels, als Herford nach einem Foul einen Penalty zugesprochen bekam. Im Duell zwischen Guillaume Naud und Justin Schrörs im Tor des EHC, blieb der Herforder Sieger und führte sein Team mit dem Ausgleich schließlich in die Verlängerung.

 

Mit den Fans im Rücken setzte nun der HEV die Akzente und schnürte den Gegner im eigenen Drittel ein.

In der 63. Minute bekam erneut Guillaume Naud in zentraler Position den Puck, nutzte die sich bietende Zeit, legte sich die Scheibe zurecht und netzte mit einem Gewaltschuss ins linke untere Eck zum 6:5-Endstand ein.

 

Jeff Job lobte sein Team in der abschließenden Pressekonferenz: „Das Team hat heute eine tolle Moral bewiesen und sich nach dem 1:5-Rückstand nicht aufgegeben. Den freien Tag am Sonntag haben sich die Spieler nun verdient.“

Für die Ice Dragons geht es am kommenden Wochenende mit zwei Spielen im Inter Regio-Cup weiter. Freitag trifft man in heimischer Halle um 20.30 Uhr auf den dreimaligen belgischen Meister und derzeitigen Tabellenführer der BeNe-League Leuven Chiefs, am Sonntag geht die Reise ins belgische Herentals zum 14maligen belgischen Meister HYC. 

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