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Kein Selbstläufer - Ice Aliens mit Arbeitssieg in Dortmund

Wenn es Überraschungen gibt, dann im Pokal! Und durchaus war dem Underdog von der Strobelallee vor heimischer Kulisse eine Überraschung zuzutrauen. 

Am Ende sahen die rund 250 Zuschauer im Eissportzentrum Westfalen 8 Tore, jedoch nur 2 auf Dortmunder Seite. Der Favorit aus Ratingen zog mit einem 2:6 (0:1/0:3/2:2) ins Halbfinale des NRW-Pokals ein. 
Beide Teams begannen mit sehr hohem Tempo und die Eisadler ließen die Gäste aus der Regionalliga zunächst kaum ins Spiel kommen. 
Erst in der 18. Spielminute konnten die favorisierten Ratinger in Überzahl den Führungstreffer erzielen, als Pascal Rüwald nach Vorbereitung der Brazdas draufhielt und die Scheibe hinter Sven Rotheuler platzierte. 
Ratingens Trainer Andrej Fuchs schien sichtlich unzufrieden darüber, wie sich sein Team präsentierte und er schien die richtigen Worte in der Umkleide gefunden zu haben. 

Die Ice Aliens agierten von Beginn des zweiten Drittels an mit mehr Druck. Der Aufbau war schneller und in der Konsequenz auch die Angriffe und zudem hatte das Fuchs jetzt bedeutend mehr Zug zum Tor. 

Und dann reichten den Gästen aus Ratingen 5 Minuten um das Spiel zunächst an sich zu reißen.

Nach Treffern von Pascal Rüwald (33:34), Alexander Brinkmann (35:28) und Dominik Scharfenort (38:22) ging es mit einem 0:4 für die Ratinger Ice Aliens in die letzte Pause.

Im letzten Abschnitt wurde es dann noch einmal körperbetonter und die Eisadler verlegten sich gänzlich aufs Kontern. Mit Erfolg: Nach 44 Minuten nutze Felix Berger ein Durcheinander vor dem Ratinger Tor und verkürzte zunächst auf 1:4, ehe Tim Brazda in der 50. Spielminute mit seinem Treffer zum 1:5 den 4-Toreabstand wieder herstellte.

Wenige Sekunden später brachte Tim Linke die heimischen Eisadler noch einmal auf 2:5 heran, doch Ben Busch erhöhte nach 53 gespielten Minuten noch einmal für die Ratinger Ice Aliens und markierte den Endstand von 2:6 in diesem kampfbetonten Spiel.

Und gekämpft wurde kurz vor Ende der Partie tatsächlich auf dem Eis auch mit Fäusten.

Leider fühlten sich einige übermotivierte junge Zuschauer dadurch animiert die Bank der Ratinger und die Spieler mit ihrem Bier zu begießen. Wirklich unschön wurde es jedoch, als eine kleine Gruppe in den Ratinger Fanblock vordrang und dort zum Kräftemessen aufforderte. Der Dortmunder Sicherheitsdienst konnte die Lage jedoch umgehend beruhigen. 

Auf dem Eis wurden zudem Malte Bergstermann auf Dortmunder Seite und Tim Brazda auf Ratinger Seite entsprechend bestraft. Bergstermann bekam 2+2+2+10, Brazda 2+2+10 Minuten aufgebrummt. 

 

Liebe Leute, selbstverständlich hat Sport immer auch mit viel Emotion zu tun, aber auch bei allen Emotionen, Frust und Provokationen, sollte man ein gewisses Maß an Fairness walten lassen und auch Respekt für den Gegner übrig haben. Wer das nicht kann, ist sicher woanders besser aufgehoben als auf der Tribüne. Egal, ob beim Eishockey, beim Fussball, oder auch beim Kampfsport.

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Kommentare: 3
  • #1

    Fun Thomas (Sonntag, 06 Oktober 2019 12:18)

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Burschen ihren Frust? rauslassen. Verstehe ich auch nicht, die können für gute Stimmung und Choreos sorgen, haben ihren Spass und innerhalb von Sekunden fangen die wieder an zu kollabieren. Vor 5 Jahren habe ich noch gesagt, wenn die älter werden kommt auch wieder mehr Ruhe rein, aber ich habe mich leider geirrt. Meiner Meinung nach sollte man den 2-3 Rädelsführern Stadionverbot erteilen. Aber dann werden die anderen 20 aus falsch verstandener Solidarität (es geht nicht um den Verein, sondern um ein Machtgefühl) auch nicht mehr in das Stadion kommen. Wobei ich aus meinen Umfeld auch leider ca. 10 Personen kenne, die wegen solchen Leuten nicht mehr in Dortmund zum Eishockey gehen. Schade, es könnte sich soviel Positives entwickeln.

  • #2

    Gast (Sonntag, 06 Oktober 2019 16:30)

    Ich war auch da.
    Hab mich die ganze Zeit schon über die Dortmunder Pöbelhaften amüsiert, da war ganz klar das Resthirn alle.
    Selten so unwissendes Eishockeypublikum erlebt. Da wird sich über ein nicht gegebenes Tor echauffiert und eskaliert, obwohl der Piff 3 Sekunden vorher im ganzen Stadion zu hören war. Überflüssiger Verein.

  • #3

    Frank (Sonntag, 06 Oktober 2019 16:58)

    Also einem ganzen Verein wegen ein paar Spassten das Existenzrecht abzusprechen zeugt jetzt auch nicht grad von sooo viel Weitsicht!
    Dass ein solches Verhalten schadhaft für Verein und Sport ist, steht ausser Frage! Ich war selbst schon häufig in Dortmund und das war eigentlich das erste Mal, dass ich eine Situation dieser Art wahrgenommen habe.
    Mit Stadionverboten etc. ist es besonders im Amateursport nicht so einfach. Die strickte Einhaltung erfordert einen leider unangemessenen Aufwand. Ausserdem, so hart es nunmal ist, jeder zahlende Zuschsuer ist wichtig, wenn man nicht grad n 1000er Schnitt hat!

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